Auftakt geglückt, wie geht es weiter?

Als die Genfer merkten, dass diese Partie nicht mehr zu gewinnen war, schalteten sie den Modus von „Spielen“ auf „Checken“ um. McSorley dürfte diese Order von der Bank aus gegeben haben und seine Spieler setzten die Anweisungen richtig um. Kaum ein Zürcher Spieler konnte sich mehr frei bewegen, alles was sich bewegte wurde abgeschossen. Was war das Fazit? Als am Ende McSorley selbst noch eine Bankstrafe erhielt, wenige Sekunden vor dem Ende, sah es fast danach aus, als sei der Schachzug fehlgeschlagen, mit Masse und Kraft zu beeindrucken. Ob dem so ist, wird sich frühestens am Donnerstag in Genf zeigen. Der ZSC aber hielt ordentlich mit und Crawford forcierte dann in den letzten Minuten auch die körperbetonteren Spieler, wie Künzle oder Baltisberger.

Noch nicht zufrieden mit dem eigenen Spiel
Wer aber nun erwartete, dass der ZSC in der Garderobe einheitlich Eigenlob aussprach, der sah sich getäuscht. Sowohl Flüeler, wie auch Baltisberger waren mit der allgemeinen Leistung noch nicht glücklich – in allen Bereich müsse man sich verbessern, war der Grundtenor. Ja, es waren in den ersten 40. Minuten zu viele Fehler vorhanden und man darf sich am Ende von den vier Toren innert wenigen Minuten nicht blenden lassen, aber der ZSC wirkte auch in den beiden Startdritteln dominant und konnte oft das Tempo des Spiels diktieren.

Ein Pluspunkt für den ZSC war sicher die Unsicherheit von Robert Mayer, spätestens ab dem dritten Spielabschnitt war der 25-jährige von der Rolle. Das 3:2 durch Nilsson muss Mayer auf seine Verantwortung schreiben, zuvor hatte er bereits mit einer Strafe den 2:2 Ausgleich von Bärtschi ermöglichte. Spätestens ab da war klar, dass es nicht der Abend des Genfer Torhüter werden würde. Da Mayer bisher in der AHL untergebracht war, ist es die erste Playoffkampagne in der Schweiz. Der in Tschechien geborene Schlussmann der Genfer könnte zu einem wichtigen Faktor in dieser Serie werden, falls er sich in den nächsten Spielen nicht deutlich steigert.

Für den ZSC ist die Ausgangslage jetzt natürlich deutliche angenehmer, er kann sich die Geschichte am Donnerstag zuerst einmal anschauen. Genf wird in den ersten Minuten versuchen, das Spiel an sich zu ziehen und die Stimmung in der Halle zu nutzen, denn auch sie wissen, ein 2:0 in der Serie zu kehren, dürfte eine schwierige Aufgabe werden…