Die Sensation blieb aus, der Z weiter

ZSC – EHC Biel 5:2 (2:1, 2:0, 1:1)

Die Serie zwischen dem EHC Biel und dem ZSC begann mit einem Paukenschlag, dem 5:0 der Seeländer und der Hollywood-Geschichte rund um die zwei Trainer. Nun sechs Spiele später, nimmt sie ein ähnlich dramatisches Ende, sie wird in der Belle entschieden und es steht nichts anderes als die grösste Eishockey-Sensation der Neuzeit auf dem Eis. Vielleicht wäre ein Sieg der Bieler, mit dem Jahre 1992 zu vergleichen zu gewesen; als der heutige Favorit, den damaligen Favoriten, das Grande-Lugano, eliminierte. Soweit war es aber noch nicht, zuerst lagen noch 60. Minuten vor den beiden Mannschaften – mit prominenter Rückkehr beim ZSC. Mathias Seger streifte sich wieder einmal das Eishockeydress und nicht den Anzug über. Für den Z, selbst wenn der Captain noch nicht bei 100% ist, ein wichtiges Zeichen. Die Nervosität war unaushaltbar, von Minute zu Minute wurde es schlimmer, es war also Zeit, dass die Geschichte endlich geschrieben werden konnte.

Wick und Künzle mit je einem genialen Drittel
Ob es an Segers Rückkehr lag, an der Tatsache des siebten Spiel oder an unserer Kolumne spielt gar keine Rolle, jedenfalls wirkte der Z von Beginn an hellwach und überfuhr die Bieler regelrecht, in den ersten Minuten. Dann nach sieben Minuten wiederspiegelte sich dies auch in Toren, Geering lief einen Konter, passte zu Bärtschi und dieser fand mit seinem Ablenker die Lücke bei Rytz. Der Treffer setzte neue Energien frei, weiterhin gab es fast nur eine Richtung, die es in dieser Partie zu bestaunen gab. Das Heimteam in der Offensive, Biel wehrte sich nach Kräften konnte den zweiten Treffer aber nur bis zur 15. Minute verhindern. Bergeron hatte den scharfen Pass im Powerplay gespielt und Wick hatte den Stock dort, wo ihn ein Stürmer haben muss. Tor, die Halle eskalierte kurzzeitig. Doch das der EHC Biel vielleicht angenockt, aber sicherlich noch nicht am Ende war, zeigte sich in der 19. Minute, da konnte Biel verkürzen.

Es war aber nicht mehr als ein erneuter Weckruf für das Team von Crawford. Es spielte auch im zweiten Drittel fast nur ein Team. Dennoch dauerte es neun Minuten, ehe sich Künzle durchtankte und seine wunderbare Einzelaktion auch noch abschloss. Das 3:1 gab wieder Ruhe und Vertrauen in die Mannschaft und der EHCB nun wahrlich im roten Bereich, selten waren die Angriffe der Bieler geworden, da erstaunte es wenig, dass sich Trachsler nach 31. Minuten auch noch in die Torschützenliste eintragen durfte. Zuvor hatte sich Künzle hinter dem Tor klasse durchgesetzt und auch noch den perfekten Pass angebracht. Was Wick im ersten Drittel war, zeigte die Nummer 73 im zweiten Abschnitt. Das 4:1 zur Pause beruhigte, aber es war natürlich noch nicht durch, diese Serie.

Biel nur noch mit einem kleinen Aufstand
Im letzten Drittel dann versuchte Biel nochmal viel, aber es klappte halt wenig, der Kräfteverschleiss war den Seeländern anzumerken. Das 4:2 in der 48. Minute war nur noch Resultatkosmetik, es änderte wenig am Sieg. Der erlösende Schuss ins leere Tor von Shannon folgte dann aber erst in der 60. Minute. Somit geht es am Dienstag weiter im Halbfinal, zum Glück!