Eine nicht mehr geglaubte Wende geschafft!

EHC Biel – ZSC 2:3 (0:0, 2:0, 0:2, 0:1) n.V.

Einfach geht es nicht, zumindest nicht beim ZSC. Es scheint fast so als könne der ZSC, egal ob Favorit oder Aussenseiter, egal ob erster oder fünfter, nie einen Auftakt in die Playoffs klar gestalten. So verwundert es dann halt eben wenig, dass bereits heute wieder ein kleines Finalspiel – wohlgemerkt in der Partie vier – ansteht. Nunja, man ist es sich als ZSC Fan beinahe gewöhnt und so nahm man auch diese Herausforderung an.

Ein Abtasten und dann ein Rückschlag
Die Spieler nahmen sie an die Herausforderung, von Beginn an war das Kredo klar: die Defensive hat Priorität uns so hatte Biel dann zwar ein klares Torchancen plus, aber kaum sehr gute Möglichkeiten im ersten Drittel und jene die sie bekamen, machte Flüeler mehr oder weniger souverän zu Nichte. Der Z selber hatte einige gute Chancen, aber auch nicht viele Hochkaräter. So erstaunte es dann nicht, dass das Spiel mit 0:0 in die Pause ging.

Man hatte fast das Gefühl, dass der ZSC da einen Gameplan hatte, doch ziemlich schnell musste ich diese Meinung revidieren. Auch im vierten Spiel dieser Serie war der ZSC nicht bereit, der EHCB dagegen schon. Sie fighteten, machten die Räume eng und der Z war dann, wenn es darauf ankam nicht fähig für eine Reaktion. Ein erstes Mal war dies nach dem 1:0 für Biel in der 27. Minute. Aber statt das Spiel in die Hand zu nehmen, ging es weiter wie bis anhin. Fast lethargisch wirkte das Spiel der Zürcher, ja es war bitter für die rund 300 mitgereisten Z Fans. Besserung? Sie war noch lange nicht in Sicht, denn nach 33. Minuten gab es dann auch noch den zweiten Treffer des Heimteams zu bestaunen – tolle Sache! Der Capo der Bieler rief es aus: „dass isch de Playoff Viertelfinal, mir füehred 2:1 i de Serie und i dem Spiel mit 2:0“. Mehr Blamage ging zu diesem Zeitpunkt nicht, irgendwie war gerade alles wie am Ende.

Eine epische Wende im Mitteldrittel
Es sprach gar nicht viel für den ZSC, ja eigentlich wohl gar nix. Der Z hatte es verspielt, oder doch nicht? Ein leichter Hoffnungsschimmer gab es in der 43. Minute Cunti traf, eigentlich aus dem Nichts, und brachte die Hoffnung zurück. Doch der Z konnte seine Pace nicht halten, da der Schiedsrichter doch etwas kurios pfiff. Dennoch, beim Z ging ein Ruck durch die Mannschaft, sie hatten scheinbar begriffen um was es geht. Doch der Schiedsrichter war stets bemüht, dem Z ein Bein zu stellen, zwei Minuten vor Ende, es war die dritte Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Es schien alles verloren, doch es war eben noch nicht so, weil es Playoff ist. Flüeler ging vom Eis und Keller löste Orgasmen aus, ja es war eine totale Eskalation im Zürcher Sektor. Alle lagen sich in den Armen und es war geschafft, ein Shorthander führte zum späten Ausgleich. Eine unfassbare Wende!

In der Verlängerung über sich herausgewachsen
Auch in der Verlängerung war der EHC Biel eigentlich die bessere Mannschaft, aber eigentlich ist eben ein Wort, dass für gar nichts ist. Und so kam es, wie es sich die Bieler gar nicht zu gedenken vermochten. Künzle haute die Scheibe in Baseball-Manier zum 3:2 rein! Es war riesig, ein Treffer in die totale Euphorie, mehr brauchte es gar nicht! Wir haben gewonnen und sind zurück in der Serie. Danke für alles!