Ein erstes Spiel der letzten Chance

Ab Spielhälfte sah man gestern zum ersten Mal in dieser Serie, wer der Favorit in dieser Serie. Biel lief auf dem letzten Zacken, während der ZSC weiter munter mit vier Linien durchspielte. Dies machte sich je länger je mehr bemerkbar, Kevin Schläpfer forcierte seine Top-Linien und musste schon ordentlich viel investieren, um diese Partie nicht zu verlieren. Dass der ZSC die Partie dann aber eben doch nicht gewann, ist eine andere Geschichte. Vielleicht mag die Behauptung etwas gewagt ausfallen, aber hätte der Z die gestrige Partie gewonnen, dann wäre der EHC Biel durch gewesen. Es hätte schlicht die Kraft und die Qualität gefehlt um noch einmal zurückzukehren. Vielleicht war es etwas überheblich Nilsson, der Rytz bereits ausgelassen hatte, aber das Tor verfehlte, vielleicht auch hätte Lukas Flüeler einen der drei Penaltys halten können – aber eben, es ändert nichts dran.

Nun darf Biel und seine Fans weiter auf den grossen Coup hoffen. Sie werden voll motiviert in dieses morgige Heimspiel gehen, dann wohl vor ausverkaufter Halle und dem ZSC das Leben so lange als möglich schwer machen. Denn auch die Spieler sind sich bewusst, dass sie über 60 Minuten irgendwann ihrem kräftetreibendem Spiel Tribut zollen müssen. Liegt aber an diesem Moment gut im Spiel, dann kann er sicherlich noch einmal letzte Kraftreserven mobilisieren und einen möglichen Vorsprung über die Länge bringen. Sollte der ZSC zu diesem Zeitpunkt aber schon vorne liegen, dann wird es für Kevin Schläpfer ganz schwer, seine Mannschaft noch einmal auf das Ziel zu fokussieren. Morgen wird ein verdammt wichtiger Match – also gewinnen wir IHN! Gemeinsam…