Ein Debakel nach der Pause

HC Genf-Servette – ZSC 6:1 (1:0, 3:0, 2:1)

Nach der Nationalmannschaftspause gab es gleich zwei gute Nachrichten für den Trainer des ZSC. Sowohl Geering, wie auch Flüeler waren heute zurück in der Mannschaft. Ein gutes Vorzeichen also für die letzte Phase vor den Playoffs. Die Zürcher Fans reisten ganz unterschiedlich nach Genf; die einen mit dem Car, andere mit dem Zug und zuletzt gab es noch jene, die tatsächlich den Flieger nahmen.

Der ZSC besser, Genf mit der Führung
Schnell übernahm der ZSC das Zepter dieser Partie, er wirkte nach dieser langen Pause gewillt gleich gut zu starten. Robert Mayer, der Torhüter von Genf-Servette, war jene Person, die in diesem Startdrittel oftmals im Mittelpunkt stand. Aber auch Flüeler konnte sich ein oder zwei Mal auszeichnen. Trotzdem war es klar, wer Herr im Haus ist; bis zur 13. Minute, da spielte Dan Fritsche einen katastrophalen Pass in der eigenen Zone und so kam Genf, genauer gesagt Jeremy Wick, zum ersten Treffer. Die Führung war nicht unverdient, aber sie entsprach zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht den Kräfteverhältnis. Mehr Spielanteile hatte ganz klar der ZSC, aber die Genfer setzten in diesem Drittel immer wieder gefährliche Nadelstiche. Doch am Schluss ging es mit dieser knappen Führung in die erste Pause; sicherlich ein unnötiges Ergebnis, aber Genf war cleverer zu Beginn.

Nur Tore für Genf
Die erste News aus dem Mitteldrittel war dann gleich keine gute. Jan Neuenschwander,der im ersten Drittel gecheckt wurde und liegen blieb, musste mit der Ambulanz abtransportiert werden und ins Spital verfrachtet werden. Das Team von Geburtstagskind Crawford brauchte etwas Zeit um sich in dieses Drittel zu kämpfen. Und als sich der ZSC etwas gefasst hatte, kam Genf gleich zum ersten Powerplay in diesem Spiel – es war sowieso die erste Strafe an diesem Abend. Aber auch jetzt war das Team von McSorley nicht wirklich zwingend. Aber eben, als die Strafe schon fast vorbei schien, da jubelte Genf wieder. Diesmal war es Rivera, der alleine vor Flüeler die Scheibe ins Tor stocherte. Eine bittere Pille, insbesondere darum, weil Genf eben nicht drückend überlegen war. Es ging weiter in dieselbe Richtung, nur wenige Minuten nach dem 2:0 folgte auch noch das 3:0, diesmal war es Roland Gerber. Flüeler konnte den Holperschuss von der blauen Linie nicht unter Kontrolle bringen und Gerber stand da und schob ein.

Nun musste der ZSC aufpassen, dass er nicht noch in eine Klatsche hineinlief, denn die Genfer nun selbstverständlich aufgepumpt und der ZSC sichtlich von der Rolle. Ja, es kam sogar noch schlimmer, erneut war es Rivera, der in der 34. Minute zum 4:0 traf – nun wurde es ganz bitter. Zwar reklamierte die gesamte Zürcher Mannschaft noch über einen hohen Stock, aber am Schluss zählte die Partie. Doch im Endeffekt muss sich die Mannschaft an der eigenen Nase nehmen, wer sich so abschlachten lässt, hat es verdient. Danach ging Flüeler vom Eis, Schlegl kam – allerdings nicht lange. Denn als sich Schlegl nach einer unglücklichen Kollision verletzte, kam Flüeler wenige Minuten später wieder zum Handkuss. Es war eine kurze Pause für ihn, eine etwas längere gab es nach 40. Minuten und es war eine Pause, die auch dringend nötig war.

Ein Debakel zum Ende
Den Rest kann man sich dann getrost auch ersparen, die Zürcher wurden noch etwas vorgeführt und die Genfer feierten ein Eishockeyfest. Das einzige Tor von Fritsche änderte da wenig daran. Am Schluss stand es 6:1 und der ZSC musste dankbar sein, dass es nicht noch höher ausfiel… Eine Leistung die zum Denken anregen muss – und zwar ziemlich schnell!

2 Gedanken zu „Ein Debakel nach der Pause

  1. Das gibt zu denken. Der amtierende Schweizer Meister lässt sich dermassen abschlachten. Wo bleibt da der Stolz dieser Truppe?

  2. Ich habe schon vor Wochen darauf hingewiesen, dass die Mannschaft Auswärts wie gelähmt auftritt. Wenn Sie das in den nächsten Tagen nicht in den Griff bekommen, ist die Saison sehr schnell fertig. Es braucht einfach mehr Einsatz, Stolz und Wille.

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