Im Penaltyschiessen den zweiten Punkt geholt

HC Davos – ZSC 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:1) n.P.

Im Duell zwischen dem HCD und dem ZSC ging es heute nicht nur um den Kampf um Platz 2, sondern für den ZSC auch darum, dem Leader SC Bern möglichst nahe am Rockzipfel haften zu bleiben. Beim HCD stand neben diesem Ziel, auch noch das 1000ste Jubiläum auf dem Programm. Beim ZSC war heute Urban Leimbacher im Tor, er ersetzte Schlegl, der gestern noch zwischen den Pfosten stand. Weiterhin Captain blieb Bärtschi, der den verletzten Seger bis zu seiner Rückkehr wohl vertreten dürfte.

Lange wenig zusammenhängende Aktionen
Das Spiel begann ausgeglichen, die beiden Teams neutralisierten sich über weite Strecken des ersten Drittels. Müsste man leichte Vorteile herausstreichen, dann wohl für den HCD, diese waren aber nur marginal und was es zu halten gab, hatte Leimbacher im Griff. Viele Schüsse musste er stoppen und so ein Bully zugestehen, aber besser so, als viele gefährliche Aktionen zu provozieren. Alles in allem war das torlose erste Drittel gerechtfertigt.

Es wäre vermessen von einer Taktikschlacht oder sonstwie von einem guten Hockeyspiel zu sprechen. Es war schlicht und erfreifend kein gutes Eishockey – im Angriff noch weniger als in der Defensive. Bis kurz vor Spielmitte hatte diese Tatsache Bestand, dann legte Davos kurtfristig einen Gang zu – blieb aber immer erfolglos. Nach einigen Chancen für den HCD, wendete sich das Blatt leicht und das Team von Crawford selbst hatte einige gute Möglichkeiten. Nun gegen Ende des zweiten Drittels erhielt dieser Spitzenkampf dies, was er von Beginnan verdient gehabt hätte; Tempo, Emotionen und Chancen. Frei nach dem Motto lieber spät als gar nie, hofften die rund 200 mitgereisten Fans auf drei Punkte.

Keine Entscheidung nach 60. Minuten
Das letzte Drittel hatte es dann in sich, beide Mannschaften preschten aufs gegnerische Tor zu. Doch sowohl Genoni, wie auch Leimbacher hatten alles und den Rest absorbierten die Verteidiger zuvor. So musste es zur Verlängerung kommen, dort gab es zwar keine Tore, aber einen hässlichen Check gegen Wick. Unfassbar, aber diese wüste Aktion blieb unbestraft. Wick blieb liegen, musste gepflegt werden, konnte dann aber zum Glück selbständig das Eis verlassen.
Dann kam das Penaltyschiessen, eigentlich keine Stärke der Zürcher, aber heute eben schon. Bärtschi, Künzle und Baltisberger traffen und als Reto von Arx den vierten Versuch von Davos kläglich vergab, da stand der Sieg fest! Woow – geil.

Logischerweise war Leimbacher der Held der Fans, zu Recht. Er liess sich feiern und genoss das Rampenlicht sichtlich! Jawohl…