Wieder ein 0:4 gewendet!

ZSC – EV Zug 6:4 (0:4, 4:0, 2:0)

Fünf Siege in Serie konnten die Zuger aneinanderreihen – der ZSC, welcher seinerseits drei Niederlagen in Serie hinnehmen musste, ist also mehr als gewarnt. Zwar verlor der ZSC zwei der drei Partien nach Verlängerung, beziehungsweise nach Penaltyschiessen, dennoch entspricht dies selbstverständlich nicht den Ansprüchen, die der ZSC an sich selber setzt. Ein grosser Anteil an dieser Erfolgsserie der Innerschweizer hat Tobias Stephan, der einen ungemein sicheren Rückhalt für Zug ist. Nichstdestotrotz wae das Ziel für das Team rund um das Geburtdtagskind Schäppi klar, ein Sieg sollte endlich wieder her, auch um die Ruhe und das Heimrecht zu festigen.

Vergesst es gleich!
Gut drei Minuten war der gute Vorsatz zu sehen, dann war es sogleich auch wieder vorbei. Dann fiel nämlich das 0:1 und es sollten noch drei weitere folgen. Nach drei Gegentoren wurde es Boltshauser zu bunt, er ging und Leimbacher nahm seinen Platz ein. Doch auch er konnte das vierte Tor nicht verhindern, der ZSC komplett von der Rolle. Viele Fehlpässe, kaum ein Abschluss und der EVZ führte deshalb durchaus verdient mit 0:4 zur Pause. Die Stimmung selbstverständlich im Keller und es musste einiges passieren, wollte der ZSC noch etwas bewirken.

…und es funktioniert
Von der ersten Sekunde an war der Wille zu sehen, eine Änderung ins Spiel zu bringen, zu sehen. Zuerst noch schüchtern und ängstlich, dann nach dem ersten Tor mehr und mehr konkreter. Es war Künzle der einen schönen Pass von Trachsler inn die Maschen dreschte. Eine Minute später, es lief die 24. Minute, war es ein glücklicher Zufall der den zweiten Treffer bescherte. Torschütze diesmal Schäppi – ein Geburtstagsgeschenk, welches wegweisenden Charakter hatte. Weitere zwei Minuten später, die Halle hatte nun wieder Fahrt aufgenommen, war es Baltisberger, welcher den Schuss von Shannon ins Tor lenkte. Es war übrigens ein Powerplaytreffer, der die Hoffnung endgültig zurück brachte. Ja und es kam dann noch besser: Bärtschi hämmerte die Hartgummischeibe gnadenlos in den Engel. Nun der ZSC entfesselt, er stürmte an, als wären sie nie 0:4 in Rückstand gewesen. Der ZSC war nun phasenweise sowas von überlegen und eigentlich hätte er bereits nach zwei Drittel vorne liegen müssen.

Sekunden vor Ende den Sieg gesichert
Im Schlussdrittel brauchte es dann Zeit bis der ZSC wieder im Spiel war, das Mitteldrittel brauchte sehr viel Kraft. Dies bestätigte auch Wick nach dem Spiel. Ja, es dauerte bis zur 59. Minute und einem grossen Chaos vor dem Tor von Stephan, ehe ein weiterer Treffer fiel. Wick schloss ab, die Scheibe blieb Zentimer davor stehen und Trachsler vollendete das Werk zum 5:4. Diesen Dämpfer dann konnte Zug dann gar nicht mehr kompensieren – mit sechs Feldspielern agierten sie kopflos und erhielten noch einen Treffer. Shannon eroberte die Scheibe hinter dem leeren Tor, passte zu Trachsler und der besieglte den Z Sieg mit seinem zweiten Tor.

Nach dem Spiel fehlten Roman Wick die Worte, er wisse auch nicht warum man im ersten Drittel so untergehen könne. Ebenfalls keine Erklärung dafür hatte Crawford, der heiser war nach dem Spiel – ob es an seiner Pausenansprache lag? Jedenfalls strich auch er heraus, welch wichtigen Stellenwert der Fans zu diesem Sieg hatte. Auch wurde er gefragt, warum er Cunti ab dem zweiten Drittel nicht mehr spielen lies. Selbstverständlich antwortere er auch darauf diplomatisch: „Luca war nicht der einzige der schlecht spielte, aber manchmal muss man ein Zeichen setzen und wir wissen, dass er mehr kann“.

Egal, Crawford hat es verstanden sein Team so zu führen, dass sie zum zweiten Mal ein 0:4 Rückstand drehten, beides Mal gegen Zug – notabene!