Im Mitteldrittel die drei Punkte vergeben

EHC Biel – ZSC 3:2 (0:1, 2:0, 1:1)

War es schon der letzte Tanz der Zürcher im Eisstadion in Biel? Zumindest, wenn der ZSC und Biel nicht in den Playoffs aufeinander treffen, dann ist die altehrwürdige Eishalle von Biel damit Geschichte. Mehr und mehr nehmen neue Stadien einmarsch, mit einigen Vorteilen, aber sicherlich auch Nachteilen. Klar ist, der Charme geht vielerorts verloren und durch neue Spielstätten wird auch Tür und Tor für noch mehr Event und noch weniger Eishockey geöffnet. Geniessen wir also noch, was noch altehrwürdig ist. Zurück, nach überstandener Krankheit, ist Jonas Siegenthaler. Eine einfache Partie aber würde es kaum werden, denn der ZSC hatte zwei der bisherigen drei Spiele dieser Saison verloren. Er konnte also maximal auf Gleichstand stellen für diese Qualifikation.

Mit einer grossen Choreo gestartet
Dass erste was man vom Z zu sehen bekam, fand dann auf den Rängen statt. Die Zürcher zogen eine grosse Choreo hoch, es wurden präsentiert die Trophäen, die der ZSC bisher in der Vereinsgeschichte errungen hatte. Auf dem Eis sollte es ja diese Saison einen Titel mehr geben. Zumindest im heutigen Spiel war der Z noch weit von dieser Form entfernt – verständlicherweise auch. Nach 6. Minuten klimperte es dann trotzdem im Tor der Bieler; Cunti, Bärtschi und Cunti wieder zum Tor. Ein schöner Doppelpass vollendete Cunti zum Führungstreffer. Danach aber war es Biel, unterstützt von einigen Strafen gegen den ZSC, der den Takt angab. Doch Schlegl hielt was es zu halten gab und so blieb es bei der knappen Führung.

Im Mitteldrittel das Spiel verloren
Im zweiten Abschnitt war dann wenig erbaulich für den ZSC. Zwei Gegentore und nur wenige Chancen für den Z, denn die Defensive war mehrheitlich in Aktion. Die beste Geschichte des Mitteldrittels war dann, die Aktion „Bier für die Welt“. Mehr gab es fast nicht mehr zu berichten, es war ein Drittel zum vergessen.

Wollte der ZSC im Schlussdrittel noch etwas bewirken, dann musste schnell etwas passieren. Doch leider kam es anders, in der 46. Minute konnte Biel zum Konter ansetzen, Schlegl hätte die Chance zum befreien gehabt, doch der Puck landete am Ende im Tor. Schlegl musste anschliessend raus, Boltshauser rein. Dadurch, dass er danach kein Gegentreffer einstecken musste, ist die Frage, wer morgen spielt, auch wie geklärt. Der Anschlusstreffer in der 49. Minute hatte nur noch statistischen Wert. Zum Ende wurde der ZSC mit 3:2 auf die Reise nach Zürich geschickt. Morgen geht es dann weiter im Hallenstadion – gegen Lausanne.