Der elfte Derbysieg ist da!

ZSC – EHC Kloten 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)

Das zweite Derby innert drei Tagen stand, zumindest für den EHC Kloten, klar unter dem Zeichen der Revanche. Nach dem der ZSC am Sonntag innert drei Minuten das Spiel gekehrt hatte, war Simpson gar nicht zufrieden und wollte verständlicherweise heute eine Reaktion seiner Mannschaft sehen. Beim ZSC wurde dagegen Mathias Seger, der am Sonntag seine 1000 Partie in der NLA bestritt, geehrt. Er ist der letzte Verbliebene, der die Jahrtausendwende mit den beiden Titeln miterlebt hatte. Für einmal hatte Crawford nur ein Gitter-Junior dabei, damit war seit langem wieder einmal quasi ein routiniertes Team am Werk.

Ein guter Start
Das Spiel musste, aufgrund der Ehrung von Segi, etwas später angepfiffen werden. Doch das Team von Crawford lies sich dadurch aber nicht beunruhigen, im Gegenteil; er startere von Beginn an druckvoll und wollte keine aufkommende Euphorie bei Kloten, durch ein oder zwei gute Aktionen, zulassen. So erstaunte es dann wenig, dass der Z bereits nach acht Minuten jubel konnte. Schäppi behauptete hinter dem Tor die Scheibe, passte zu Künzle und der haute die Scheibe an Müller vorbei. Dieser war sichtlich bemüht, seine Fehlleistungen von vergangenem Sonntag zu kompensieren. Es gelang ihm, zumindest teilweise, aber an der Zürcher Überlegenheit in diesem Drittel.

Starkes zweites Drittel
Es wurde ruppiger im zweiten Drittel, Kloten versuchte mit seinem Körperspiel den ZSC zu beeindrucken. Vorerst aber machte Schelling den Ausgleichstreffer, ein Schuss aus dem Nichts, von der blauen Linie fand den Weg an Boltshauser vorbei. Nun aber hagelte es Checks, einige hart an der Grenze, einige sogar deutlich darüber hinaus; die Schiedsrichter allergdings hielten es nicht für nötig, den einen oder anderen Klotener vom Eis zu stellen. Doch nach dem Kaltstart für den ZSC, folgte sogleich die Reaktion. In Person von Senteler, der nach 23. Minuten, also nur drei Minuten nach dem Ausgleich, schon wieder für die Führung besorgt war. Kloten von der Rolle, unfähig zu reagieren, ja, das Team von Simpson wirkte lethargisch – gar orientierungslos. Ganz im Gegenteil zum ZSC, da lief jeder für jeden. Fast ausnahmslos wurdem die Checks zu Ende gefahren. Das Interesse des Teams stand über jenem des Einzelnen. Bestes Beispiel war, als Malgin von einem Klotener unfair angegangen wurdem sofort reagierten Tallinder und Trachsler und nahmen den Klotener in die Mangel – so geht das!
Lange ging es für den EHC noch auf, doch in der 38. Minute bereitete Blindenbacher magistral vor und Bärtschi brauchte nur noch einzuschieben.

Erst zu spät eine Reaktion
Das letzte Drittel wäre dann eigentlich eine klare Sache. Kloten hatte 17. Minuten lang keine Chance, der Z dafür sogar zwei Treffer ans Aluminium. Dass es dann doch noch eng wurde, hatte mit dem Nachlassen der Zürcher zu tun. Müller verliess über zwei Minuten vor Ende des Spiels das Gehäuse, der Z hatte mehr als eine Chance, lies diese alle aber kläglich aus. Somit avancierte der zweite Klotener Treffer nur noch zum Warnschuss! Aber diese Spielereien zum Ende hätten auch noch zur Wende führen können. Zum Glück ist Kloten zurzeit nicht in der Verfassung solche Dinge zu nutzen.