Eine verrückte Wende zum Schluss!

Kloten – ZSC 2:4 (1:0, 1:0, 0:4)

Das heutige Derby stand ganz unter dem Zeichen des 1000. NLA Spiel unseres Captains. Vom ZSC selber wird es dann am Dienstag eine Ehrung geben – eine stolze Leistung, auch wenn er nicht alle Partien im Dress der Zürcher absolvierte. Mit ihm wird dann, wenn er seine Karriere beendet, die letzte Ikone aus den Meisterjahren um die Jahrtausendwende verschwinden. Es ist eben schon lange her…
Aus Kanada zurückgekehrt waren Malgin und Siegenthaler, wobei ersterer auch bereits wieder im Aufgebot stand.

Auch im zweiten Drittel keine Tore des ZSC
Für den EHC ging es um mehr, dies kristallisierte sich schnell heraus. Kloten griff an, der ZSC primär in der Verteidigung engagiert. Auch wenn es zu Beginn nur wenige Chancen für das Heimteam gab, so war die Überlegenheit dennoch unübersehbar. Was auch immer sich der ZSC nach der Niederlage in Bern vorgenommen hatte, es konnte überhaupt nicht umgesetzt werden. Positiver Kontrast dazu, die Zürcher Fans, welche das erste Drittel fast durchgehend gute Stimmung erzeugten. Selbst dann noch, als von Gunten in der 14. Minute von einer defensiven Unachtsamkeit profitierte. Dabei blieb es auch, aber ein weiterer Kloter Treffer wäre auch nicht unverdient gewesen – zum Glück blieb es beim Konjuktiv, vorderhand.

Trotz deutlicher Überlegenheit hinten
Crawford hatte dann in der ersten Pause die richtigen Worte gefunden. Zumindest war das, was man da zu sehen bekam deutlich besser als im ersten Drittel. Er war nun deutlich besser, hatte mehr Spielanteile als Kloten. Dennoch war der Andrang von wenig, ja von gar keinem Erfolg geprägt. Das 1:1 war längst überfällig und doch fiel in der 29. Minute das 2:0 – aus dem Nichts. Nunja, Kloten effizient und der ZSC weiterhin besser, es folgten Chancen um Chancen für den ZSC. Erschwerend dazu kam, dass es keine Strafen gab, nicht so, dass es unfair war, aber eben, einige Strafe hätte man dennoch pfeiffen können. Zur zweiten Pause wäre ein ausgeglichener Spielstand gerecht gewesen, aber so musste der ZSC einen 2:0 Rückstand wettmachen.

Eine unfassbare Wende im letzten Drittel
Etwas die Hoffnung ging bei den Zürchern verloren nach diesen ersten beiden Dritteln – zu unrecht. Den was folgte, war etwas vom spektakulärsten, was es seit langem zu bestaunen gab. Aber alles von Beginn an: es sah nicht gut aus, Baltisberger musste nach 44. Minuten auf die Strafbank. Mein Nachbar meldete noch mit letzter Hoffnung, dass er nun ein Shorthander rieche. Er sollte Recht behalten, Fritsche haute die Scheibe Backhand unter die Latte. Das Blatt wendete sich, die Hoffnung bei allen auf den zehnten Derbysieg zurück. Keine 20 Sekunden später dann endültig alles ausser Rand und Band im Zürcher Sektor. Diesmal haute Trachsler die Scheibe, ebenfalls Backhand – in die Maschen! Wow… Explosion, die Zürcher Fans in totaler Euphorie, alles lief wie im besten Drehbuch.

Aber es kam noch besser, diesmal lief Wick durch und schlenzte die Scheibe zwischen Müllers Beinen hindurch ins Glück! Nun rannte Kloten einem Rückstand nach und damit wurde das Team von Simpson nicht fertig. Zwei Minuten vor Ende kassierten sie gar noch eine Strafe – Folge davon war Bärtschis Treffer zum entscheidenden 4:2. Nun war alles durch und der ZSC konnte sich voll auf das Feiern vorbereiten. Es war ein würdiges Spiel für den Leitwolf, für Segi!

Mir gratuliered zum 10. Derbysieg in Serie und zum 1000 igste NLA Spiel…