Im Penaltyschiessen unterlegen

Lugano – ZSC 3:2 (1:2;1:0; 0:0; 1:0) n.P.

Teil zwei des Tessinerwochenendes stand heute auf dem Programm – oder anders gesagt, eine kurze Reise nach Lugano. Kleiner Schock auf der Hinfahrt, in der Gegenrichtung stauten sich die Autos auf acht Kilometer Länge. Da passte es gerade, dass bis zur Rückfahrt noch einiges Zeit verging. Es wartete der HC Lugano mit Damien Bruner, der noch nicht eingeschlagen hatte – hoffentlich nicht ausgerechnet heute. Ein Sieg gegen das Team von Fischer hätte den perfekten Jahresstart bedeutet. Von der Verletztenfront gab es keine Neuerung, also ging es mit derselben Ausgangslage in der Resega zur Sache. Roger Karrer, ein 17-jähriger Verteidiger von GCK, kam heute zu seinem ersten NLA Einsatz.

Hohes Tempo zu Beginn
Im Tor stand heute nicht Boltshauser, sondern Schlegl. Der vor sich einen extrem schnellen und attraktiven Match sah. Zürich war gut, ja das Spiel vermochte wohl auch Crawford sehr zu gefallen. Dennoch dauerte es mit dem ersten Treffer bis zur 13. Minute. Wie sollte es im neuen Jahr auch anders sein, fiel es im Powerplay. Bärtschi lief in die Zone, legte zurück zu Keller und der haute die Scheibe trocken ins Tor. Ja es wurde Sekunden später noch besser, diesmal durfte sich Künzle feiern lassen. Er stocherte im richtigen Moment nach und drückte die Scheibe über die Linie. Nun musste man sich kurzfristig etwas Sorgen machen um den HCL. Er wurde gerade etwas überfahren vom Z. Doch das Blatt wendete sich noch vor der Pause, da war es Pettersson – wer auch sonst -, der für den Anschlusstreffer besorgt war. In den letzten zwei Minuten hatte der Z dann etwas Glück, dass er noch den Ausgleich hinnehmen musste.

Der Ausgleich im Mitteldrittel
Ein junger feierte heute auch noch still und heimlich sein NLA Debut. Dominik Diem, 17 Jahre alt und Center – ebenfalls mit Gitter unterwegs. Der zweite Spielabschnitt selber brachte etwas weniger Spektakel als der erste. Lugano nun aktiver und für die Führung des ZSC wurde die Luft zunehmend dünner. Nach 28. Minuten war sie dann endgültig Geschichte. Kparghai war es, der den Ausgleich vollbrachte und dem Z eine neue Aufgabe stellte. Doch der Z konnte nicht reagieren, weder im Schlussteil des zweiten Drittels, noch im dritten Teil dieser Partie. Es war sogar so, dass dee HC Lugano mit jeder Minute besser wurde. Mehrmals fehlten den Luganesi nur wenige Zentimeter zum Führungstreffer. Doch sie scheiterten jedesmal an Schlegl und selbst im Powerplay, als die Paradelinie durchspielte, gelang Lugano kein Treffer.

Nullnummer in der Verlängerung
Also musste die Verlängerung eine Entscheidung bringen, oder doch nicht? Auch hier scheiterten alle Abschlüssversuche an den jeweiligen Torhütern. So musste es dann ins Penaltyschiessen gehen, dort aber war der Z unfähig ein Tor zu erzielen, ja gar auf das Tor zu schiessen. Weder Shannon, Trachsler noch Nilsson brachten ihre Versuche auf das Tor. Eine eher bescheidene Ausbeute und als Pettersson dann traf, war die Partie durch. Ein Punkt aus Lugano mitgenommen – naja. Der HCL ist stark, aber er fokussiert sich auch in dieser Saison zu fest auf eine Linie. Wenn es dieser nicht läuft, dann geht nichts, heute lief es ihr und Lugano gewann. So geht das!