Ambri und Lugano zum Beginn des neuen Jahres

Kurz vor dem Jahreswechsel verpflichtete der ZSC noch den ehemaligen NHL Verteidiger Henrik Tallinder. Der Schwede absolvierte in der NHL 717 Spiele, trug dabei während einer Saison sogar das „A“ bei Buffalo. Ihm wird ein gutes physisches Spiel, insbesondere vor dem eigenen Tor und in den Ecken, attestiert. Seine Schwächen dürften im Offensivspiel liegen, aber trotz seiner 35 Jahre wird er als ungemein ehrgeizig und motiviert beschrieben. Dies war dann auch, in den ersten Trainings zu sehen, oft war Tallinder – gemeinsam mit den jungen Spielern – am längsten auf der Eisfläche und lies sich von den beiden Trainer sein neues Spielsystem eintrichtern. Man darf also gespannt sein, wie sich der Schwede in seinen ersten Auftritten beim ZSC gibt.

Zwei Tessiner Gegner zum Auftakt
Wie fast schon zur Tradition geworden, findet auch morgen das Spiel am 2. Januar um 15:45 statt. Dort wartete Ambri-Piotta, die aktuell mit dem 10. Rang auf dem Weg in Richtung Play-Outs sind. Acht Punkte trennen die Leventiner vom rettenden achten Platz, es muss also etwas geschehen, sollte sich das Team von Serge Pelletier noch ernsthaft Hoffnungen für die Playoffs machen wollen. Insbesondere die Schweizer Spieler müssen mehr Verantwortung übernehmen. Bisher waren es nämlich hauptsächlich Giroux, Hall und Aucoin, welche die Offensive der Leventiner geprägt hatten. Nur gerade Steiner von den Schweizern konnte da mithalten. Diese vier Akteure haben 45 der 81 Tore erzielt und sind damit quasi unersetzbar. Wenn es ihnen nicht läuft, dann verliert Ambri.

Beim HC Lugano gab es zuletzt nur noch das Thema Brunner. Alle Augen waren auf dem ehemaligen NHL-Hoffnungsträger von Detroit gerichtet gewesen, doch Brunner konnte in seinen ersten zwei Partien noch nicht reüssieren. Wenn würde es aber wundern, wenn er ausgerechnet gegen den ZSC seinen ersten Treffer erzielen würde? Zusammen mit Pettersson, Klasen und Fippula könnte er ein enorm wichtiges Puzzleteil im Kader des HCL sein. Auf dieses Lugano ist nicht erst seit Brunners Verpflichtung Acht zu geben, auch wenn der fünfte Rang wohl noch nicht zufriedenstellend sein dürfte. Die grösste Gefahr liegt bei Lugano darin, dass den Starspielern zu viel Verantwortung übergeben wird.

Verletzungen und Absenzen prägen den Start des 2015
Auch zu Beginn des 2015 wird beim ZSC einiges an Spielermaterial fehlen. Neben den Dauerverletzten werden auch Malgin und Siegenthaler weiterhin fehlen, welche noch bis Ende der nächsten Woche an der U20-WM in Toronto verweilen. Mit Tallinder wird die Situation dadurch, zumindest in der Defensive, etwas entschärft. Klar ist aber auch, dass Namen wie Schmuckli, Blattner, Bachofner weiterhin eine Chance erhalten, sich zu präsentieren und für Werbung in eigner Sache zu machen. In dieser Phase der Saison vielleicht eine ganz gute Situation und für die jungen zusätzliche Motivation…