Den vielen Absenzen getrotzt

ZSC – HC Genf-Servette 3:2 (1:1, 1:0, 0:1, 1:0) n.P.

Drei Teams haben sich oben in der Tabelle abgesetzt, es sind der HC Davos, der SC Bern und der ZSC. Bis zum vierten EV Zug sind es mindestens 12 Punkte Differenz. Eine Lücke, die wohl nicht so schnell zu schliessen ist. Über Weihnachten werden diese drei Teams fix an der Spitze sein, aber auch die Chancen, dass diese Konstellation so am Ende der Qualifikation besteht, ist durchaus gut. Natürlich würde auch Chris McSorley gerne mit seinem Team in diesen Bereichen mitmischen, aber den Genfern bleibt aktuell nur der 6. Rang mit 51 Punkten. An was es den Genfern mangelt? Hauptsächlich dürfte die Differenz wohl in der Defensive liegen, denn sie kassieren durchschnittlich 25 Gegentore mehr als das Spitzentrio. Beim ZSC fehlten heute neben den Verletzten und Gesperrten auch Malgin und Siegenthaler, die bereits in der Vorbereitung der U-20 WM eingerückt sind. Dafür kamen mit Bachofner, Schmuckli und Blatter drei weitere Talente zum Einsatz.

Etwas Angewöhnungszeit nötig
Insbesondere die Verteidigung der Zürcher wurde ordentlich durcheinander gewürfelt. Dies war dann zu Beginn auch unübersehbar, der Z hatte Mühe in der Defensive. Nach dem Genf zuerst einen Latenknaller zu verzeichnen hatte, war es dann in der vierten Minute passiert. Genf traf und deckte die Unordnung gnadenlos auf. Man musste etwas Angst haben, dass der ZSC untergehen würde, aber die beste Defensive der Liga fing sich und eine der besten Offensive kam auch langsam in Fahrt. Die Reaktion kam, in Form von Baltisberger in der siebten Spielminute. Nilsson passte und Balti machte im zweiten Anlauf das Tor klar. Nun war der ZSC das bessere Team und hatte mehrere grosse Chancen auf den Führungstreffer. Mehr gab es dann nicht mehr, in diesem ersten Drittel.

Der Z besser und mit der Führung
Das zweite Drittel setzte dann da an, wo das erste geendet hatte. Beim ZSC war Spielfreude zu sehen und je länger je mehr, vermochten auch die Jünglinge Akzente einzubringen. Bachofner sogar sehr erfolgreich, er machte in der 29. Minute per Ablenker den zweiten Treffer klar. Neuenschwander zog ab und der Jüngling stand dort bereit, wo er als Stürmer zu stehen hat. Es war seine Torpremiere in der NLA und er ermöglichte dem ZSC diese Partie in den Griff zu kriegen. Doch das Team von Crawford verpasste es mehrmals den dritten Treffer nachzulegen und so gab es eben auch in diesem Drittel keine weiteren Tore mehr.

Ein spektakuläres Penaltyschiessen
Im letzten Drittel erwachten dann auch die ZSC Fans. Mit etwas Unterstützung kam der 3. Rang und damit auch die gesamte Halle etwas in Fahrt. Lange sah es dann auch nach einem Zürcher Sieg aus und als ob die kurzfristige Euphorie gerechtfertigt sei. Doch in der 51. Minute war es dann passiert, Genf erzielte den Ausgleich. Nun drehte der Z wieder auf, versuchte aber vergebens den Siegestreffer zu erzielen.

In der Verlängerung gab es keinen Treffer mehr, damit musste es im Penaltyschiessen zur Entscheidung kommen. Da gab es einiges zu sehen für die Zuschauer, zuerst war es Shannon der den Torhüter von Genf wunderbar vernaschte. Flüeler hielt die ersten beiden Versuche, verletzte sich aber beim zweiten – wohl erneut an den Aduktoren. Boltshauser nahm seinen Platz ein und kassierte sogleich den ersten Treffer. Ein denkbar unglücklicher Start für den Ersatz, danach aber hielt er alles. Dies eröffnete dem ZSC die Chance zum Sieg und Nilsson nutzte diese eiskalt. Hatte er den Ersten noch an die Latte gesetzt, verwertete er den Zweiten eiskalt.

Damit gehen zwei Punkte auf das Konto der Zürcher. Morgen wartet das letzte Spiel und damit auch ein Highlight dieses Jahres, nämlich der Extrazug nach Bern. Dafür sind alle Tickets ausverkauft, bis morgen!