Gegen den HCD zurück auf die Siegesstrasse

ZSC – HC Davos 4:1 (2:0, 1:0, 1:1)

Bereits vor dem Spiel vermeldete der ZSC ein ausverkauftes Stadion – 11’200 Zuschauer also lockte die Affiche Tabellenleader gegen Meister in die Halle. Nach dem Rückschritt am Freitag gegen Rapperswil Jona, zuvor gab es vier Siege in Serie, gab es einen Tag Pause zur Fehleranalyse um nun gleich gegen den HCD wieder durchzustarten. Davos stehen strenge Wochen bevor und dies dürfte spätestens ab heute regelmässig von del Curto in den Interviews angesprochen und als Argument für durchzogene Leistungen verwendet werden. Für den ZSC dagegen geht es in den Schlussspurt in Richtung Weihnachtspause, es sind mit diesem noch vier Partien für das Team von Crawford. Morgen das Cupspiel in Visp und dann sind es noch die beiden Partien gegen Genf (zuhause) und Bern (auswärts) anfangs der Weihnachtswoche.

Ein Auftakt nach Wunsch
Es war schnell zu sehen, dass der Z bemüht war, diese Partie in den Griff zu kriegen. Trotz ausverkauftem Haus aber schlug der Funken noch nicht auf das Publikum über. So dauerte es bis zur 6. Minute, da lief ein Powerplay für den ZSC und zur Abwechslung war er dabei einmal erfolgreich. Bergeron Slapshot konnte Genoni halten, aber nicht begraben und Wick leitete die Scheibe zu Nilsson weiter, welcher keine Probleme hatte, diese zu versenken. Mit dem 1:0 kehrte auch etwas Stimmung in die Halle und diesen Schwung nahm das Team gleich mit. Viel Druck erwartete das Team von del Curto in dieser Phase. Dabei wirkte der HCD oft unorganisiert und auch wenig inspiriert. Bis zur 18. Minute aber blieb es beim einen Treffer der Zürcher, das zweite aber lag in der Luft. Nach 18. Minuten machte es dann Senteler fix, er lief an der rechten Bande an allen vorbei, zog im richtigen Moment zum Tor und erwischte Genoni. Es war eine sehenswerte Einzelaktion, gekrönt mit dem perfekten Abschluss.

Im zweiten Drittel noch etwas besser
Der Auftritt der Zürcher vermochte zu gefallen, er war engagiert und dem HCD fast immer überlegen. Nach 25. Minuten gab es einen weiteren Zürcher Treffer, der erste etwas glückliche. Blindenbacher zog von der blauen Linie ab, ein eigentlich ungefährlicher Schuss, doch er wurde von einem Davoser abgelenkt und fand so den Weg ins Tor. Das 3:0 befreite den Z noch etwas mehr und als ob sie den Treffer nachträglich noch rechtfertigen wollten, spielten sie fortan noch etwas besser. Nun funktionierten alle Kombinationen fast einwandfrei, Flüeler hielt alles was er musste souverän und vorne beschossen sie Genoni fast im Minutentakt. Aber alle scheiterten am Ende, ob Malgin oder Wick völlig egal. Und der HCD? Er hatte genau einen Pfostenschuss zu verzeichnen und der Rest war eher Stückwerk und wenig gefährlich.

Emotionen, aber keine Änderung am Spielverlauf mehr
Das letzte Drittel startete ähnlich, wie das zweite begonnen hatte. Beim HCD passte wenig und der ZSC wirkte in dieser Phase zu souverän. In der 53. Minute gab es dann noch den Anschlusstreffer des HCD, der Treffer kam eher aus dem nichts. Das Highlight des letzten Drittels war dann aber Bergeron, der zuerst mit Sciarioni eine Keilerei einging und danach auch noch mit Guerra. Danach musste er unter die Dusche, sein Arbeitstag war somit durch. Mehr brauchte es aber auch nicht für diesen Sieg und so kommt der ZSC bis auf drei Punkte an den HCD heran.

Es war ein gutes Warm-Up für die morgige Partie gegen Visp im Cup.