Nur am Anfang eng, dann macht der ZSC im Mitteldrittel alles klar

ZSC – EHC Biel 5:2 (1:1, 3:0, 1:1)

Kleine Erfolgserlebnisse können grosse Dinge auslösen. Nach diesem Motto musste der ZSC heute in diese Partie gegen den EHC Biel, denn die Zürcher gewannen zuletzt gegen den Lausanne HC mit 1:0 und setzten so einen Gegentrend zur Negativspirale. Inwiefern dieser Sieg aber nachhaltig war, würde sich erst mit dieser und den nächsten beiden Partien gegen Fribourg und Kloten zeigen. Einer, der wenig bis keine Verantwortung für die durchzogenen Leistung zu tragen hat, ist Lukas Flüeler – Flüeler ist fast in allen Belangen an der Spitze der NLA. Er ist es, der es auch ermöglichte, dass die Zürcher überhaupt mit dem Fussballresultat von 1:0 in Lausanne gewinnen konnten.

Der Dampfer kommt nur langsam in Fahrt
Eine solche Leistung ist sicherlich auch dann nötig, wenn die Zürcher heute in der Offensive ähnlich gehemmt auftreten würden. Als erstes versuchte sich Künzle nach 50 Sekunden diese offensive Flaute zu unterbinden, doch sowohl er, wie auch Bärtschi scheiterten in den Startminuten. In der dritten Minute kesselte es dann auf der anderen Seite, Biel aus dem Nichts kam zum 0:1 und stellte so die ersten Minuten etwas auf den Kopf. Fast muss man den Vergleich zu einem langsamen Schiff bringen, die Maschinerie des ZSC kam nur sehr gemächlich auf Betriebstemperatur. Da nützten vorerst auch einige Powerplaysituationen wenig, dort sowieso, gehört der ZSC weit von der Ligaspitze entfernt. Biel hätte auch 0:2 in Führung gehen – aber es passierte nicht und so blieb der Z in diesem Drittel drin. Nach 19. Minuten war es dann tatsächlich soweit. Nach einem Schuss von Wick konnte Shannon vom Abpraller erben und dies führte in diesem Fall zum Ausgleich. Num war der Bann wie gebrochen, die Zürcher bewegten sich nun auch ohne Scheibe besser und hätten auch noch den Führungstreffer erzielen können.

Die Wende im zweiten Drittel
Doch das 1:1 zur Pause war durchaus gerecht, verdient war aber auch die Führung des Z in der zweiten Minute des Mitteldrittels. Trachsler verwertete den Pass von Blibdenbacher in der Mitte – zugegeben, das Tor stand weit offen und Trachsler erzielte wohl auch schon Treffee, die weniger einfach waren. Dennoch war es der Prasenz im Slot zu verdanken, die allgemein deutlich verbessert war im diesem Drittel, welche zu diesem Treffer führte. Ähnlich war es in der 26. Minute da war es Schäppi, der in der Mitte den Pass von Fritsche – klar mit viel Glück, aber eben doch erfolgreich – in das Tor lenkte. Diese Präsenz war im Mitteldrittel und wohl auch für den Ausgang der Partie der entscheidende Faktor, denn nur drei Minuten nach dem dritten, folgte auch noch der vierte Treffer. Nach dem Senteler bereits gegen Lausanne aufgetrumpft hatte, zählte er auch heute zu den Aktivposten. Dem jungen Stürmer scheint es wieder besser zu laufen, stellte er auch selber nach dem Spiel zufrieden fest. Alle drei Tore waren erarbeitet und nicht zwingend schön herausgespielt, aber es war der Schlüssel, dass der ZSC diese Partie für sich vorentscheiden konnte.

Emotionen, aber keine Gefahr mehr
So konnte das Team von Crawford durchaus beruhigt in diesen letzten Abschnitt gehen. Sie mussten noch darauf achten, dass sie den Rhythmus nicht zu sehr verlangsamten und den EHC Biel nicht zu sehr spielen liessen. Allerdings war diese Angst schnell weg, denn bereits in der 42. Minute passte Nilsson von hinter dem Tor Keller an und dieser umlief den Torhüter und schob ein zum 5:1. Damit war die Sache natürlich gegessen. Biel versuchte in der Folge noch einige Emotionen in die Partie zu bringen, blieben aber dabei wenig erfolgreich. Da half auch der zweite Treffer der Gäste in der 55. Minute wenig und so war es nach 60. Minuten – nach einem doch eher noch schwierigen Start – eine klare und saubere Sache. Wenn der ZSC ähnlich spielt wie im Mitteldrittel und die Tore dabei auch fallen, dann müssen sie wenige Gegner in dieser Liga fürchten – ansonsten halt schon!