Auch unverdiente Niederlagen zählen…

EV Zug – ZSC 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)

Nach drei Niederlagen in Folge gab es dann doch noch das lang ersehnte Erfolgserlebnis – gegen den Leader HC Davos setzte es einen 3:0 Heimerfolg ab. Was sicherlich bei allen Beteiligten wieder für etwas Ruhe sorgen dürfte. Einigermassen ruhig dürfte es auch heute Abend im Gästesektor gewesen sein, auch wenn mittlerweile einige Leute nach Zug reisen, so boykottiert die aktive Fanszene die Sicherheitsvorschriften in Zug weiterhin. Mit dem EV Zug wartet zudem der letzte des vorderen Mittelfeldes, denn hinter den Innerschweizern – bis zum sechsten Genf – tut sich bereits eine Lücke von sieben Punkten auf. Nicht zu vergessen, dass die Zuger auch noch zwei Partien weniger absolviert haben im Vergleich zur Konkurrenz aus Genf. Wichtigster Grund, neben dem Torhüter Stephan, ist für den durchaus erfolgreichen Start in die Saison ist der Top 10 Draft Pierre-Marc Bouchard.

Zwei Tore im Startdrittel
Zu Beginn hatten beide Teams ihre Chancen in Überzahl. Bei nummerischer Gleichzahl neutralisierten sich die beiden Teams grösstenteils. Doch Fehler wurden sofort ausgenutzt, so geschehen in der 9. Minute. Da erlaubte sich Zug einen Fehler im Spielaufbau, Trachsler profitierte davon und passte zu Bärtschi. Der viel kritisierte Stürmer nutzte die Chance und brachte den ZSC 0:1 in Führung. Eine gewisse Zeit hielt sich diese Führung im ersten Drittel, bis zur 17. Minute. Dann war der Ausgleich Tatsache und dieses Resultat hielt sich bis zum Drittelsende. Allerdings war der Start durchaus vielversprechend in diese Partie.


Zu Beginn des zweiten Abschnittes gab es dann wieder einmal einen Unterbruch aufgrund zu viel Wasser auf dem Eis. Es scheint schwierig zu sein, die Eisfläche richtig zu reinigen in der Pause. Danach drückte der ZSC ordentlich aufs Gas und mehrmals standen die Zürcher dem erneuten Führungstreffer deutlich näher. Aber sie scheiterten immer wieder an sich selber und manchmal auch am Torhüter. Dies änderte sich erst mit einer doppelten Überzahl für Zug, aber der ZSC wirkte in dieser Phase gewillt diese Partie zu verteidigen. Sie überstanden diese Phase ohne Gegentreffer und kamen anschliessend selber wieder zu guten Torchancen. Aber es blieb auch zur zweiten Pause bei diesem ausgeglichenen Spielstand.

Ein frustrierendes letztes Drittel
Im letzten Drittel glich die Partie dann einer Einbahnstrasse, praktisch nur der ZSC war am Spiel beteiligt. Doch er scheiterte weiter Mal um Mal, an sich selber, an Stephan, an irgendwas, aber ganz sicher traf er nie ins Tor und vier Minuten vor Ende durfte man dann wieder einmal eine Fussballweissheit erleben. Wer die Tore nicht macht, der erhält sie. So geschehen, Suris Handgelenkschuss konnte Flüeler nicht parieren und so stand es 2:1. Das Heimteam spielte es nun über die Zeit und der ZSC zu hektisch. Konsequenz ein weiterer Treffer ins leere Tor und der Rückschlag nach dem Aufbäumen gegen Davos. Die nächste Chance zur Reaktion gibt es am Sonntag in Lausanne.

Ein Gedanke zu „Auch unverdiente Niederlagen zählen…

  1. Es wäre langsam an der Zeit, dass die Lions wieder bissiger werden, ihre Chancen nutzen und ihrer Favoriten-Rolle gerecht werden. 1 Sieg aus 5 Partien ist zuwenig.

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