Zum Ende ein souveräner Sieg gegen Lugano

ZSC – HC Lugano 6:2 (0:0, 2:0, 4:2)

Es geht also wieder los mit der Meisterschaft, die Nationalmannschaftspause, in der Künzle, Baltisberger und co. von Zürich im Einsatz stand, endete damit an diesem Samstagabend. Der ZSC konnte vor der Länderspielpause nicht immer vollends überzeugen und in fast allen Spielen brachten sie das vorhandene Potenzial nicht auf das Eisfeld. Da bot die Pause quasi die Chance sich neu zu skalieren und wieder bereit den Durchblick zu erhalten. Mit dem HC Lugano und dem HC Davos warteten gleich zwei der wohl stärksten Teams der Liga. Beim HCL steht mit Fredrik Pettersson der absolut beste Skorer der Liga. Seine 18 Tore und 13 Assists nach 20 Partien sind eine beeindruckend Zahl. Auf ihn musste die gesamte Mannschaft des ZSC also besonders acht geben.

Kein NLA würdiges Startdrittel
Lukas Flüeler hatte die Pause anscheinend nicht gut bekommen, denn er war krank und an seiner Stelle kam Luca Boltshauser zur Premiere beim ZSC. Es änderte wenig daran, dass dieses Drittel nicht gerade in die Geschichtsbücher der beiden Mannschaften einging. Wenig spielerische Höhepunkte und noch viel weniger zusammenhängende Aktionen. Lugano leicht im Vorteil in diesem ersten Drittel, dies aber nicht weil die Ausländer der Tessiner das Spiel machten, sondern viel mehr, da beide Mannschaften noch nicht auf Betriebstemperaturen waren. Die logische Folge ein torloses Drittel zu Beginn heute Abend.

Besser, ja deutlich besser
In den ersten zehn Minuten musste man sich fast darum fürchten, dass dieses Niveau so durchgezogen wurde. Aber ehrlicherweise musste ja mal irgendwann eine Steigerung her, es war der ZSC der zuerst etwas aufdrehen konnte und dann in der 32. Minute auch zum Führungstreffer kam. Doch das erste Tor war symbolisch für den Beginn dieser Partie, irgendwie stocherte Künzle die Scheibe über die Linie. Nun machte Lugano die Flügel auf und in der 34. Minute resultierte daraus eine zwei gegen eins Situation. Baltisberger und Seger zogen davon, Balti täuschte den Schuss an und schoss dann dennoch allein – haargenau. Perfekt in den Engel und so war das 2:0 dann Tatsache.

Zum Schluss eine klare Sache
Das letzte Drittel sollte dann das beste dieser Partie werden, es brachte Speed, Chancen und vor allem Tore. Der Torreigen startete in der 45. Minute mit dem Treffer von Bärtschi, der den Abpraller von Shannon verwertete. Shannon selber legte in der 46. Minute dann nach dem Assist gleich noch einen Treffer nach. Im Powerplay zog er ab und stellte den Spielstand auf 4:0. Lugano eigentlich durch, doch Pettersson und Co. bäumte sich noch einmal auf. Dies nach dem der ZSC den Ligatopskorer jederzeit im Griff hatte. Doch in der 51. Minute erlaubte er sich eine Unachtsamkeit und eben dieser Pettersson markierte den Treffer. Eine Minute später stand es schon 4:2. Sekunden später wurde die Aufholjagd aber abrupt gebremst. Keller hämmerte die Scheibe in die Maschen und beendete damit die Hoffnungen auf eine Wende. Schlusspunkt in dieser Partie setzte noch einmal Shannon, der das leere Tor in Unterzahl erzielte. Zum Ende war es dann noch eine klare Angelegenheit für den ZSC, der damit morgen die Tabellenführung übernehmen könnte.