Ein Sieg in der Verlängerung in Lausanne

HC Lausanne – ZSC 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:1) n.P.

Letztes Jahr in den Playoffs gab es noch eine Einigung bezüglich der nicht verhältnismässigen ID-Kontrolle und Sicherheitsauflage der Gästefans. Beim ersten Auswärtsspiel der Zürcher gab es diese (noch) nicht, entsprechend wurde auch das heutige Spiel boykottiert. Hoffentlich bringt der Verlauf dieser Saison wieder eine Verbesserung der Saison herbei. Beim ZSC selber ging man mit gemischten Gefühlen in diese Begegnung, die Auftritte in der Meisterschaft waren wenig überzeugend, dafür war dann der Cup Achtelfinal wieder eher eine gefällige Angelegenheit, welcher gegen Zug gewonnen werden konnte. Ein Erfolgserlebnis vor der Länderspielpause wäre durchaus eine gute Sache gewesen.

Ein bescheidenes erstes Drittel
Bereits nach wenigen Sekunden kassierte Bärtschi die erste Strafe, doch das daraus resultierende Powerplay blieb ohne Erfolg. Die erste grosse Chance hatte Trachsler in der achten Minute, Caminada war geschlagen, aber die Torumrandung verhinderte einen ersten Treffer. Doch auch Lausanne kam zu ihren Chancen im ersten Drittel, aber Lukas Flüeler hielt alles und untermauerte somit wieder einmal, dass er aktuell der beste Torhüter auf Schweizer Eis ist. Da änderte sich auch durch eine weitere Strafe gegen den ZSC nichts daran. Flüeler hielt und seine Vorderleute waren noch nicht ganz auf der Höhe. Besonders die Stürmer brachten kaum etwas sinnvolles und gefährliches zu stande. Ausgenommen davon der Lattenknaller von Trachsler und ein halbwegs gefährlicher Abschluss von Schäppi kurz vor Ende des Drittels.


Augenfällig war wie viele Strafen der Z auch heute kassierte, viele kleine Ungenauigkeiten waren die Ursache hierfür. Ein leichter Vorteil für Lausanne resultierte daraus, doch beide Defensiven hielten hinten dicht und was doch auf die Tore kam, wurde von den beiden Torhütern entschärft. Bis zur 33. Minute und einem einfach vorgetragenen Angriff der Zürcher, dieser konnte von Smith verwertet werden. Eigentlich fiel der Treffer etwas entgegen dem Spielverlauf, aber solche Treffer nimmt man bekanntlich genau so gern. Gerade erhielt man das Gefühl, dass der ZSC diese Partie mehr und mehr in den Griff bekam, da schäpperte es auch bei Flüeler. Nach 38. Minute profitierte Rytz von einem Stellungsfehler der Zürcher Verteidiger und beförderte den Puck in die Maschen. Schade, aber eben ehrlicherweise nicht unverdient.


Was sollte das letzte Drittel noch bieten aus Zürcher Sicht? Vorerst einmal eine ordentliche Druckphase der Gastgeber, denn der ZSC stand zu Beginn des dritten Spielabschnittes gewaltig im Schilf. Chance um Chance hatten die Lausanner in diesen zwei bis drei Minuten. Aber es ging vorerst noch gut für das Team von Crawford. Lange konnte Lausanne dieses Tempo aber nicht hochhalten und dann irgendwann wurde auch der Z wieder stärker. Die beste Chance auf Seiten der Zürcher hatte Trachsler, welcher wunderbar von Nilsson freigespielt wurde. Doch Caminada hielt die letzte grosse Chance in diesem dritten Drittel. Eine Verlängerung musste hin und daran hat der ZSC ja aktuell ja keine all zu guten Erinnerungen.

Sie plätscherte so dahin diese Verlängerung, beide Teams waren primär mit der Defensive beschäftigt. Eine Chance gab es dann noch und zwar im Powerplay für den ZSC. Bergeron nutzte die Chance und hämmerte den Hartgummi in die Maschen zum 1:2. So ging für den ZSC endlich wieder einmal eine Verlängerung positiv zu Ende.