Am Ende fehlte die Konsequenz

SC Bern – ZSC 0:0 (2:0, 1:2, 1:0)

Geht an diesem Wochenende das Katz und Maus Spiel um den ersten Platz in der NLA weiter? Zuletzt gaben sich Davos und der ZSC jeweils die Ehre des Klassenbesten ab – aktuell leichte Vorteile für die Davoser. Diese haben nicht nur einen Punkt mehr, sondern auch ein Spiel weniger. Dazu steht ihnen mit Rapperswil ein vermeintlich einfacher Gegner gegenüber. Leicht anders sieht dies beim ZSC aus, bei welchem heute zuerst Bern und dann Genf wartet. Aber auch an diesem Wochenende gilt, wenn der ZSC sein Leistungspotenzial abrufen kann, dann müssen mindestens vier Punkte angestrebt werden. Für einmal war Siegenthaler nicht dabei, dafür war Malgin erneut im Aufgebot von Crawford.

Im Powerplay legt der SCB vor
Schnell war ersichtlich, dass auch heute der ZSC die bessere Mannschaft sein würde. Bereits zu Beginn spielten sie direkt und zielstrebig auf das Tor von Bührer zu. Doch mit Glück und Unvermögen des ZSC blieb es beim ausgeglichenen Spielstand. Nilsson und Shannon scheiterten beide aus bester Position. Selbst ein Powerplay der Zürcher blieb ohne Erfolg, eine der wenigen Schwächen des Z Spiels wurde dabei ersichtlich. Deutlich besser stellte sich da der SC Bern an. In der 12. Minute nutzte er das erste Powerlay sogleich aus. Ja, es wurde gar noch bitterer, auch in der 18. Minute lief ein Powerplay und erneut traf Bern. Diesmal war es ein satter Slapshot von der blauen Linie, die Gastgeber hatten nicht viele Chancen, nutzten diese aber, im Gegensatz zum ZSC, kaltblütig aus.

Nur dann aufgedreht, wenn nötig
Der SCB spielte dies clever, er verteidigte was er zu tun hatte, aber lies in der Defensive nur wenig zu. Dennoch kippte das Spiel mehr und mehr wieder zu Gunsten der Zürcher und nach 27. Minuten brachte Wick den Z zum ersten Mal zum Jubeln an diesem Abend. Es war quasi ein langes Buebetrickli, welches er da vollführte und von dem sich Bührer erwischen lies. Nun war das Momentum wieder auf der Seite des ZSC, aber er machte sich das Leben selber schwer, stellvertretend dafür das 3:1. Flüeler hatte die Scheibe fast unter Kontrolle als Cunti vor ihm diese Scheibe übernehmen wollte. Eine doofe Idee, die die Berner wieder in die bessere Ausgangslage brachte. Doch es war noch nicht ganz zu Ende dieses Drittel. Ein Powerplay brachte diesmal den Erfolg. Nach einer Traumkombination verwertete Baltisberger ins verlassene Gehäuse. 20 Sekunden vor Ende war der Z also wieder voll im Geschäft dabei.

Zum Ende zu viele Strafen
Am Ende waren es zu viele Strafen, die der ZSC da kassierte. Drei kleine Strafen musste das Team von Crawford kompensieren in den letzten drei Minuten – dies war eindeutig zu viel. Vielleicht war es auch gar etwas kleinlich gepfiffen, darüber diskutierte wohl auch Seger nach dem Schlusspfiff mit den Schiedsrichtern. Allerdings war dies kaum der Ausschlag für die Niederlage, eher war es die phasenweise nicht konzentrierte Leistung. Morgen geht es bereits weiter gegen Genf im Hallenstadion.