Dem Leader den Meister gezeigt

ZSC – HC Davos 4:1 (3:1, 1:0, 0:0)

Die Niederlage gegen den HC Lugano gestern Abend hatte zur Folge, dass die Zürcher ihre Tabellenführung an den HC Davos abgeben mussten. Eine Chance, diesen Umstand zu verändern, erhielt der ZSC aber bereits heute im Hallenstadion wieder. Im Retro-Spiel, mit den Trikots aus dem Jahre 1949, war der HC Davos sogar leicht zu favorisieren. Er erwischte einen genialen Saisonstart und dominiert vor allem in der Offensive die Liga. Nicht weniger als 50 Tore erzielte der HCD in den ersten zehn Partien, dies sind acht mehr als der zweitbeste – der ZSC. Zu erstaunen mag, wie ausgeglichen diese Tore erzielt wurden – nicht weniger als zehn Spieler haben bereits drei oder mehr Tore auf dem Konto.

Ein Wow-Drittel zum wach werden
Eine erste Hiobsbotschaft gabs bereits vor der Partie. Lukas Flüeler musste heute pausieren, es sollte aber nichts schlimmes sein. Für ihn hütete heute Niklas Schlegel das Tor. Keine einfache Aufgabe für den jungen Mann heute, vor ausverkauftem Haus seine Premiere zu absolvieren. War der ZSC gestern in den Zweikämpfen noch viel zu passiv, so stand heute ein gewonnener Zweikampf am Ursprung des ersten Z Treffers. Cunti nahm einen Check hinter Genoni, Wick erbte und am Ende lies Baltisberger das Hallenstadion jubeln. Gespielt keine Minute. Es folgten mehr und mehr Chancen für den ZSC. Die beste davon hatte Malgin, welcher in der 5. Minute seinen ersten Treffer auf dem Stock hatte, aber das leere Tor verfehlte. Anschliessend wendete sich das Blatt, Davos wurde gefährlicher und gefährlicher. Nach 15. Minuten zahlte sich dies aus, nach einer versprungenen Scheibe an der Bande erbte Corvi und machte den Ausgleich.
Doch der Z bekam in einer doppelten Überzahl die Chance, den Spielstand noch einmal zu ihren Gunsten zu bringen. Aber bis neun Sekunde vor Ende der zweiten Strafe klappte wenig. Dann war es wieder Cunti, diesmal sah er den freistehenden Trachsler und der rettete das Image des Z-Powerplays doch noch minim. Allgemein aber ist hier noch viel Nachholbedarf beim ZSC auszumachen. Man war zufrieden mit dieser 2:1 Führung zur Pause, aber Nilsson legte noch eine nach. Wenige Sekunden vor Drittelsende erhielt er den Pass von Wick, wartete lange und zwickte die Scheibe dann in den Engel. Der tosende Jubel in der Halle hielt an bis zur Pause und darüber hinaus.

Es wurde gehässiger und emotionaler
Es war so gar kein typisches Sonntagsspiel heute, normalerweise särbeln diese Spiele so dahin, doch heute war das anders. Im Mitteldrittel nahm dies dann noch etwas zu. Davos versuchte mit allen Mitteln gegen die Überlegenheit der Zürcher anzukämpfen. Aber sie blieben selbst dann ohne Erfolg, wenn sie in doppelter Überzahl agieren konnten. Zu stark die Verteidigungsarbeit der gesamten Mannschaft. Stellvertend dafür eine Zwei gegen Eins Situation in welcher Blindenbacher zuerst den Pass abdeckte und am Ende auch noch den Schuss ablenkte. Was auf das Zürcher Tor kam, parierte dann der 20-jährige Schlegel noch. In der 37. Minute kam es sogar noch besser. Seger mit einem wunderschönen Slap-Pass auf Nilssons Schaufel und der doppelte nach.

Keine Chancen mehr für Daffos
Dieser Treffer brachte dem ZSC viel Sicherheit ein. In der Folge war der HC Davos nur noch selten vor dem Zürcher Tor gefährlich. Seger und Co. hatten diese Partie fortan im Griff und lies wenig zu. Am Ende blieb es beim 4:1 und der ZSC hatte, trotz einigen Absenzen, den Leader grösstenteils im Griff. Es war ein versöhnlicher Abschluss, dieses Wochenende, dass gestern noch schlecht begonnen hatte… wir geniessens dann noch ein bisschen….