Eine bittere Niederlage im Tessin…

HC Lugano – ZSC 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)

Nun, das Ausscheiden aus der Champions Hockey League ist bereits wieder vier Tage her. Der ZSC hatte Zeit sich etwas zu fassen und auf die beiden „Spitzenduelle“ vorzubereiten. Zur Vorspeise gab es heute den HC Lugano, die gestern ein 2:0 Vorsprung aus der Hand gaben und am Ende gegen Kloten mit 3:2 nach Penaltyschiessen verloren. Damit rutschte der HCL auf Platz 4 ab und wollte natürlich, bereits heute am besten, wieder in Richtung Tabellenspitze vordringen. Lugano hatte sich auf diese Saison hin gut verstärkt und wollte jetzt zwingend auch die Playoffs erreichen.

Lugano kämpferischer, Zürich technisch überlegen
Dieser Umstand wurde dann auch schnell bemerkbar, da steht seit längerem wieder einmal ein Team auf dem Eis der Resega, dass zumindest oben mitspielen kann. Dennoch war es der ZSC, der etwas besser aus den Startblöcken kam und sich folgedessen auch die ersten Chancen erarbeitete. Dennoch war es der HC Lugano, welcher nach fünf Spielminuten zum ersten Mal jubelte. Im Powerplay, dieses lief gerade einmal fünf Sekunden, musste sich Flüeler ein erstes Mal geschlagen geben. Nach ein, zwei Minuten kam dann auch die erwartete Reaktion, sie kurvten um das Tor von Merzlikins und hatten einige gute Chamcen. Was aber auffiel, die Luganesi arbeiteten an der Bande härter und erfolgreich als der ZSC. Die Zürcher versuchten sich fast zu viel im schönen Spiel und zu wenig mit Kampf. Trotz allem war der Ausgleich dann nach 13. Minuten Tatsache. Blindenbacher hatte von der blauen Linie abgezogen und den Gleichstand bewerkstelligte. In der Folge gab es noch Chancen zur erstmaligen Führung, aber Nilsson und Stoffel liessen die beiden besten davon aus.

Nur ein Tor im Mitteldrittel
Auch zu Beginn des Mittelabschnittes hatte der ZSC die besseren Möglichkeiten. Angefangen mit einem starken Slapshot von Schäppi bis hin zur herrlichen Kombibation von Malgin über Wick bis zu Bärtschi. Malgin war nach einer Druckphase von Lugano in die gegnerische Zone gefahren, hatte den freistehenden Wick gesehen, aber der zog den Pass „zu viel“ vor und Bärtschi scheiterte am Ende am Schlussmann der Luganesi. Je länger dieses Drittel aber dauerte umso besser kam der HCL in Fahrt, bis er in der 33. Minute die erneute Führung zu Stande brachte. Es war ein Hin und Her in dieser Begegnung, welches nach der Führung wieder auf die Seite der Zürcher fiel. Doch Lugano war wirklich ein Gradmesser und so erstaunte es nicht, dass ihnen die letzten Chancen in diesem Drittel gehörten.

Lugano feierte den Sieg wie ein Titel
Es war durchaus abwechslungsreich dieses letzte Drittel. Auf der einen Seite war da der Zürcher Versuch dieses Spiel doch noch zum Guten zu drehen. Handkerum eine doppelte Überzahl für Lugano, sechs Minuten vor dem Ende, die aber die Tessiner fast chancenlos verstreichen lies. Doch nach 60. Minuten erklang dann dennoch die Sirene und es war aus, der HCL feierte den Sieg gegen den Meister als sei der HC Lugano gleich selber Meister geworden.

Lange Zeit für Frust bleibt dennoch nicht, bereits morgen geht es mit dem Spiel gegen den HCD weiter.