Nur ein Punkt aus Genf mitgenommen

HC Genf-Servette – ZSC 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.

Mit dem gestrigen Sieg gegen den SC Bern ist der ZSC gut in sein Mammutprogramm gestartet. Nach dem ersten Heimspiel folgt nun heute die längste Auswärtsfahrt bis zum nächsten Samstag. Dort wartet sicherlich ein geladener Gegner, denn das Team von Chris McSorley musste gestern eine 5:1 Klatsche gegen Lausanne verdauen und wie würde dies besser klappen, als mit einem Sieg gegen den Meister. Für die Fans war es die Rückkehr ins Welschland, dass sie seit der letzten Playoffkampagne hinter sich lassen konnten.

Rund 50 Fans im „Ausland“
Gut 50 Zürcher reisten mit an die Grenze zu Frankreich um dort ihren ZSC zu untersützen. Ein Sieg sollte es aus ihrer Sicht sein, da bestanden keine Fragezeichen. Der Match startete schnell und es war ein offener Schlagabtausch. Mal hin, mal her, aber die grossen Torchancen waren weder vor Bays noch vor Flüeler auszumachen. Nach acht Minuten brach dann der Bann gebrochen und die Genfer durften ein erstes Mal jubeln. Nun waren die Vorteile eher beim Heimteam auszumachen, die den Schwung des Führungstreffer ausnutzen wollten. Aber gemeinsam stemmte sich das Team von Crawford gegen einen weiteren Gegentreffer auf und nach 10. Minuten war es dann um die Genfer Herrlichkeit geschehen. Eine unübersichtliche Situation realisierte Fritsche am schnellsten und schon war der Ausgleich perfekt. Zum Ende des Drittels hatte der ZSC die Möglichkeit im Powerplay sich zu versuchen. Dabei blieb es aber, denn viel mehr als ein Versuch war es eben doch nicht.

Auch im zweiten je ein Tor
Übermässiges Niveau konnte der Partie dann im zweiten Spielabschnitt nicht nachgesagt werden. Genf schaffte es den ZSC immer wieder in Zweikämpfe an der Bande zu verwickeln und dort war das Heimteam fast immer im Vorteil. Nach 25. Minute war es dann passiert, der Z gewährte den Angreifern viel zu viele Freiheiten und dies nutzen diese aus. Beim Z lief dann wenig zusammen, er wirkte etwas müde und hatte teilweise etwas Mühe mit der Konzentration. Genf war dem dritten Treffer näher, als der Z dem Ausgleich – zumindest vorerst. Nicht ein Team-, sondern ein Einzeleffort ermöglichte diesen Treffer dann doch noch. Wick erhielt in der eigenen Zone den Hartgummi, lief durch und versenkte das Arbeitsgerät dann gleich auch noch selber. Eine wunderbare Einzelleistung des besten Scorers der Zürcher, die dem Z für das letzte Drittel wieder ein Beginn von „Null“ an ermöglichte.

Der Rest war dann für die Katze
Als Nebenschauplatz kristallierte sich dann das Eis in Genf heraus. Im zweiten Drittel gab es eine etwa fünf Minuten dauernde Pause und in der zweiten Drittel war es ihnen nicht möglich, das Spielfeld innerhalb der Pause einsatzbereit zu gestalten. Der Schlussabschnitt selber war dann eher zum vergessen, denn weder Zürich noch Genf waren fähig und gewollt, im letzten Abschnitt die gefährlichen Szenen vor den Goalies zu erzeugen.
Das beste an diesem Drittel war „das Bier für die Welt“, welches früher noch öfter durchgeführt wurde. Und eine Chance von Bärtschi 30 Sekunden vor Ende, die an der Latte landete.

In der Verlängerung dauerte es dann zwei Minuten uns schon hatte sich Genf den Zusatzpunkt gesichert. Es war das Ende dieses lustigen Ausflugs nach Genf.