Die Chance auf ein Weiterkommen knapp gewahrt

ZSC – Vienna Capitals 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 1:0) n.V.

Die Gruppenphase der Champions Hockey League neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. In der Gruppe, in welcher sich der ZSC befindet, kämpfen nicht wie erwartet Färjestad und die Zürcher um das Weiterkommen, sondern der heutige Gegner und der Z. Ein doch etwas erstaunlicher Umstand. Auf der einen Seite der Schwedische Top-Club Färjestad – seines Zeichen auch Vize-Meister im letzten Jahr. Auf der anderen Seite die Vienna Capitals, die es gerade einmal seit dem Jahre 2000 gibt und erst einmal Meister wurden – im letzten Jahr aber bereits im Achtelfinal scheiterten. Trotzdem sind es diese Vienna Capitals die, die Gruppe B mit drei Siegen nach regulärer und einer nach Verlängerung anführen. Das Weiterkommen führt also nur über das Team aus Wien. Die Z Fans starteten heute den zweiten Versuch eines eigenen Fansektors. Im Bereich X/Y standen die Z Fans und versuchten hier etwas mehr Stimmung zu erzeugen, als dies im T2 möglich ist.

Aus den Powerplaychancen zu wenig gemacht
Zurück auf dem Eis war Chris Baltisberger, der heute Morgen erst gelandet war und dann sogleich für das Eistraining in die Kebo fuhr. Doch Crawford gab dem Flügel frei und gab diesem damit die Chance auf etwas Schlafm Der ZSC, angefeuert von seinem provisorischen Fansektor, startete verhalten. Erste grosse Chancen boten sich nach knapp zehn Minuten, da lief Wick auf Zaba (auf tschechisch übrigens Frosch) und scheiterte nur an dessen Torumrandung. Doch auch Wien hatte in dieser Phase ihre Chancen – mit freundlichem Support von Smith, der da ordentlich schlief. Doch fiel es dann doch, das erhoffte 1:0. Es war Bärtschi, von Keller bedient, der allein auf Zaba lief und im zweiten Anlauf den Torhüter bezwang. Wiens Spiel aber beeinflussen konnte der Z nur minim, die Gäste spielten diese Partie clever und insbesondere im Powerplay waren sie besser. Gegen Ende des Drittels dann erkämpfte sich Wien einige Chancen, der ZSC in dieser Phase etwas nachlässig. Als es schon fast vorbei war, da wurde Flüeler bezwungen per Buebetrick. Ein bitteres Tor zum Ende dieses Drittels.

Keine Tore im Mitteldrittel
Trotz dieses ausgeglichenen Spielstandes hatte man das Gefühl, dass der ZSC eigentlich die bessere Mannschaft ist. Aber in nummerischer Gleichzahl konnte der Z nicht reüssieren und bei Powerplay Wien agierten diese sehr clever. Es wurde ersichtlich, warum die Össtereicher an der Tabellenspitze dieser Gruppe sind. Da half auch der gute Support aus dem Fansektor der Zürcher nichts. Offensichtlich hatten die Gäste den ZSC ausreichend analysiert, denn Wick, Cunti und Co., denn diese hatten fast keinen Einfluss auf das Spiel der Zürcher. Insbesondere bei Wick, der in der Liga so gut in Form ist, mag dies zu überraschen.
Im letzten Drittel dann waren beide Teams vornem in der Verteidigung anzufinden. Müsste man einen Vorteil herausstreichen, dann wäre er wohl bei Wien zu suchen. Insbesondere darum, weil der ZSC in der 53. und 54. Minute nur dank zwei riesen Saves von Flüeler im Spiel blieb. Die Wiener hätten nach diesen Chancen auch 1:3 führen können, doch die Nummer 30 machte die beiden Chancen zu nichte. Es war etwas wie der Umachwung in dieser Partie, obwohl Wien noch einige Chancen hatte in den letzten Minuten. Es blieb beim 1:1 und so musste auch heute die Verlängerung her und in dieser war es dann Baltisberger, der nach seiner Rückkehr schon wieder traf. Im Powerplay lenkte er einen missglückten Slapshot von der blauen Linie ab. Somit war der Jungstar wieder der Matchwinner.

Noch einmal erwähnt werden muss die Kurve der Zürcher, die bezüglich Stimmung erneut einen Fortschritt zum T2 brachte. Ein erneuter Versuch in dieser Art ist wünschenswert…

Titelbild: Berend Stettler

Ein Gedanke zu „Die Chance auf ein Weiterkommen knapp gewahrt

  1. Wenn die „Hardcore-Fans“ am Rande des Ovals Vollgas geben, springt der Funke nur unter sehr günstigen Umständen auf die grosse Masse der Fans über. Diese werden so noch viel mehr einfach zu blossen Konsumenten der Fangesänge. Wenn das „Stimmungs-Kraftwerk“ aber im Bereich T2 steht, dann wird man viel häufiger die „Konsumenten“ dazu bringen, im wahrsten Sinne des Wortes „in Stimmung zu kommen“. Für die „Hardcore-Fans“ selber ist es im T2 sicher schwieriger, selber die Stimmung auf hohem Level zu halten. Ich bin aber davon überzeugt, dass das Gesamtresultat vom Sektor T2 aus besser ist. Als alter Z-Fan bin ich übrigens brutal froh, dass es sie immer noch gibt, die lauten, engagierten, kompromisslosen Z-Fans der Sorte Uruguay & Co.!

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