Im Penaltyschiessen verloren trotz den besseren Chancen

ZSC – EHC Biel 2:3 (1:1, 1:0, 0:1, 0:0) n.P.

Nach dem gestrigen Derbysieg ging es heute, nur 24 Stunden später, bereits weiter mit dem Heimspiel gegen den EHC Biel. Die Fans der Zürcher verweilten noch lange im Stadion und feierten den Titel noch einmal ordentlich. Für die Spieler dürfte dies nicht der Fall gewesen sein und so war am heutigen Abend die Ausgangslage für den Favoriten erneut klar. Aber wie es so oft ist, kann zu viel Selbstvertrauen auch schnell in Überheblichkeit umschweifen und selbst ein Team vom Format des EHC Biel zum scheitern ausreichen.

Ausgeglichener Start

Luca Cunti mit dem 1:0

Luca Cunti mit dem 1:0

Vorerst wehrte sich Biel dann ordentlich. Beim ZSC war, wie nicht zum ersten Mal in dieser Saison, gewisse Startschwierigkeiten auszumachen. Dies ermöglichte Biel einige Chancen und trotzdem war es dann nach sechs Minuten Cunti, der zum ersten Treffer einschob. Zu loben war dabei die Kaltblütigkeit von Cunti. Damit war der erste Effort der Zürcher bereits wieder durch. Einige Slapstick einlagen gab es dann noch, Rytz, der Ersatz von Meili, wollte befreien und spielte dabei einen Zürcher an. Doch dieser verpasste die Gunst der Stunde und so kam Biel in der 13. Minuten zum Ausgleich. Flüeler war sichtlich sauer auf seine Vorderleute, welche in dieser Situation ordentlich pennten.

Eine Führung in einem schwachen Spiel
Das Spiel plätscherte in bescheidenem Niveau dahin. Bis zur 27. Minute und einer genialen Kombination im Powerplay. Wick bediente Bastl, dieser passte zu Keller und damit hatte der Rückkehrer seinen ersten Treffer. Wobei hier insbesondere die Vorarbeit herausgehoben werden muss. Im Fussball würde man dies wohl „one touch“-Spiel nennen. Doch dann plätscherte es wieder – weiter und weiter. Unser Berner Kollegen hardboiled hätte es wohl so beschrieben: Es plätscherte wie der WC Gang bei einer schwachen Prostata. So ging es dann weiter und trotzdem führte der Z zu Beginn des dritten Drittels.

Erst im Penaltyschiessen durch

Marc-Andre Bergeron verschiesst

Marc-Andre Bergeron verschiesst

Im Schlussabschnitt verpasste es der Z dann gleich mehrmals diese Partie klar zu machen. Die besten Chancen hatten Cunti, in der 47. Minute an die Latte, danach Keller allein vor Rytz und zum Ende noch eine Chance von Bastl in der 54. Minute. Dann bewährte sich eine alte Sportweisheit: wer die Tore nicht macht, der erhält sie. Nach 55. Minute war es dann vollbracht, die Bieler erzielten den Ausgleich und da nichts mehr ging, kam es zur Verlängerung. Diese brachte es auch nicht, das entscheidende Tor und so musste das Penaltyschiessen her. Dort lief Shannon an, hatte Rytz bereits grossartig ausgelassen, aber scheiterte dennoch. Von da an ging es nur noch bergab. Drei Treffer von Biel und keiner von Zürich waren das Endresultat. Bei den Seeländern klappte in diesem Penaltyschiessen aber alles und beim Z eben nichts. So ging dieses Spiel zu Ende mit nur einem Punkt – mehr wäre möglich gewesen!