Ein Derbysieg und ein Fest!!!

EHC Kloten – ZSC 0:2 (0:0, 0:2, 0:0)

Beim heutigen Derby war Ryan Keller wieder mitdabei. Es war für alle Beteiligten eine emotionale Sache, die Rückkehr an den Ort, an dem der ZSC in diesem Frühjahr Meister wurde. Entsprechend viele Z Fans nahmen den Weg zum Kantonsrivalen in Angriff. Vom Gedränge her, erinnerte es schon fast wieder an den Playofffinal. Die Ausgangslage war klar, es spielte der 12te gegen den 1ten und jenes Team, welches gerade ein 0:4 gegen Zug gewendet hatte. Also ein Team, dass aktuell sehr viel Selbstvertrauen aufweist.

Kloten defensiv kompakt
Das Ziel von Kloten war schnell auszumachen, durch defensive Stabilität in dieses Spiel finden. Aber die aktuell limitierten Möglichkeiten des Vizemeisters wurden schnell aufgedeckt. Die einzigen guten Chancen boten sich Kloten im Überzahlspiel, dieses wirkte durchaus überzeugend. Alles andere war doch eher bescheiden – Glück hatten sie dabei, dass der Z im ersten Drittel auch nicht auf Touren kam. Roman Wick, den zurzeit gefährlichsten Spieler der NLA, hatte das Team von Hollenstein gut im Griff – noch.

Drei Tore – nur die richtigen beiden zählten
Vorerst ging es im Mitteldrittel so weiter, langsam aber sicher bemerkte man die spielerische Überlegenheit der Zürcher. Aber es dauerte bis zur Spielhälfte und einer Strafe gegen Zürich. Zuvor hatte der Z in doppelter Überzahl beste Chancen ausgelassen. In Unterzahl zog Fritsche davon und erwischte Müller – den Klotener Ersatz – eiskalt im Eins gegen Eins. Doch noch lief die Überzahl und Kloten machte Sekunden später den Ausgleich – meinten viele. Aber der Schiedsrichter aberkannte den Treffer nach Videostudium. Ein Rückschlag den Kloten nicht so schnell verarbeitete und nach 33. Minuten war es dann Tatsache, das 0:2. Diesmal war Fritsche der Vorbereiter, er setzte die Scheibe milimetergenau auf den Stock von Wick und dieser musste nur noch einschieben. Zwei Tore innert zwei Minuten gaben dem Klotener erneut einiges an Denkarbeit mit in die zweite Pause.

Kurzes Spiel, lange Gesänge
Im letzten Drittel musste man als Z Fan nicht allzufest bangen. Der Z hatte alles im Griff und Kloten seinerseits kam nur zu wenigen Torchancen. Selbst eine ordentliche Anzahl von Strafen gegen Wick und Co. sorgte nicht für einen Umschwung. Es war zu klar, diese Angelegenheit und die Fans konnten sich schnell auf das Feiern einstellen. Eine Tätigkeit die sie dann noch weit über das Spielende taten. In den übrigen Sektoren waren die Reinigungskräfte beinahe schon fertig mit ihrer Arbeit, aber im Z Sektor klatschte, tanzte und feierte es weiter. Schon fast erhielt man das Gefühl, dass das da ewig dauern würde. Der Meistertitel wurde noch einmal zelebriert und wenn sie nicht gestorben sind, dann feiern sie noch immer 😉