Das Mysterium von Fribourg

HC Fribourg-Gotteron – ZSC 4:3 (0:0, 2:2, 2:1)

Der Auftaktssieg ist bereits wieder Geschichte, das 4:1 gegen Rapperswil kaum mehr als eine Randnotiz wert. Es stand gegen Fribourg-Gotteron die erste Auswärtsreise, innerhalb der Meisterschaft, stand also auf dem Programm. Mit dem Angstgegner aber war dies gar keine so leichte Aufgabe zu Beginn. Mit Urban Leimbacher stand heute wieder einmal der Publikumsliebling der Vorsaison auf dem Eis. Angesichts des gedrängten Programms sins solche Torhüterrochaden durchaus eine gute Sache – wohl auch für Flüeler.

Keine Tore, aber ein guter ZSC
Von Hockeyeuphorie war in Fribourg noch gar nichts zu sehen. Normalerweise ist die Halle hier gerappelt voll, aber noch scheinen nicht alle den Winter eingeläutet zu haben. Auf dem Spielfeld sah dies nur wenig anders aus, die Fribourger waren in diesem ersten Drittel unterlegen. Erstaunlicherweise aber hatten sie gegen Ende des Drittels doch noch einige gefährliche Chancen zu verzeichnen. Insgesamt war der ZSC aber deutlich aktiver und mit mehr gefährlichen Chancen. Ungefähr nach der Hälfte des ersten Spielabschnittes wurde die Partie dann auch ordentlich gehässig. Im Mittelpunkt auf Zürcher-Seite standen dabei Wick und Bärtschi.

Dann kamen die Tore
Für Fribourg war es das erste Spiel der diesjährigen NLA Saison und entsprechend brauchten sie etwas Zeit um sich einzufinden. Nach der 24. Minute war dann diese Phase aber abgeschlossen und Gotteron eröffnete sogleich das Skore. Beim 1:0 machte Leimbacher die hohe Ecke zu wenig schnell zu und so traf der Fribourger aus spitzem Winkel zur Führung. Man bekam als Z Fan schon wieder einer ein etwas mulmiges Gefühl. Schon wieder dasselbe? Doch der ZSC reagierte. Zuerst mit dem Ausgleich – für den Bastl besorgt war im Powerplay. Nach einem Nachgestocher von Baltisberger schloss die Nummer 39 erfolgreich ab. Nun lief diese Partie und in der 35. Minute war die Wende vollbracht. Wieder war es eine unübersichtliche Szene vor Conz, die zu diesem Treffer führte. Trotz langem Videostudium wurde der Treffer am Ende gegeben – Torschütze diesmal Fritsche. Aber wie sollte es auch anders sein; die Freuden in Fribourg sind für den Z oftmals nur von kurzer Dauer. Wenige Sekunden später war die Partie wieder ausgeglichen und als Fribourg kurz vor Ende des Drittels noch in Überzahl agieren konnte, musste man schon böses erahnen. Doch das Resultat hielt und damit auch die Chance auf den ersten Z Sieg in Fribourg – seit dem 2009!!!

Eine Strafenorgie kostete uns den Sieg
Was sollte uns das letzte Drittel noch bringen, richtig ein Sieg! Nach 44. Minuten wurde durch Bastls zweiter Treffer die erneute Führung bewerkstelligt. Der ZSC hatte fortan alles im Griff und unterbund jeden Angriff der Fribourger im Keim. Die Stärke der Zürcher schon beeindruckend, alle vier Linien übernahmen ihren Defensivpart wie geplant. Bis zur etwa 55. Minute und dem Beginn einer Strafenorgie gegen den ZSC. Eine Unterzalh wehrte der Z noch ab, doch als dann Shannon vom Eis musste, war es geschehen. Der Simulant der Liga vollstreckte zum Ausgleich. Aber es war ja noch nichts passiert – dachte man. Aber eben, es folgte noch eine Strafe gegen den Z, eine die zumindest ebenfalls fragwürdig wirkte. Unfassbar; eine halbe Minute vor Ende war es wieder Sprunger der den 13. Heimerfolg von Fribourg gegen Zürich besiegelte. Es ist wie verflucht, der Z kann und kann und kann und kann in Fribourg nicht gewinnen. Es scheint fast, als würde es für den Z einfacher sein ein Stadion zu bauen, als gegen Fribourg zu gewinnen…

Kleine Notiz am Rande; Melvin Nyfeller scheint sich doch deutlich mehr zum Z als zu Fribourg hingezogen. Immer wieder schaute er sehnsüchtig zur ZSC-Kurve. Ob es nur eine Angewöhnungsphase ist oder mehr dahinter steckt, wird sich zeigen.

Bis morgen Abend in der Halle.