Am Schluss ein souveräner Sieg

ZSC – SC Rapperswil Jona 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)

Der Puck schlittert wieder – oder anders gesagt, mit dem Puckeinwurf heute Abend im Hallenstadion ist die NLA-Saison offiziell eröffnet. Mit den Champions-Hockey League-Partien haben die Zürcher bereits einige Ernstkämpfe vor dem Beginn der Meisterschaft absolviert. Der Spielrhythmus dürfte also zumindest beim ZSC schon etwas vorhanden sein – dies galt noch nicht für den Rückkehrer im Tor beim ZSC. Lukas Flüeler. Er kehrte heute ins Team zurück – pünktlich zum Saisonauftakt. Blindenbacher, Keller und Stoffel aber fehlten Marc Crawford noch. Trotzdem hatte der Kader des ZSC mehr als ausreichend Qualität für einen Sieg heute Abend.

Spielerisch besser, aber nur ein Unentschieden
Mit 7200 verkauften Saisonkarte feierte der ZSC den besten Absatz an Dauerkarten in seiner Clubgeschichte. Vorerst steckte diese Euphorie die Mannschaft noch nicht wirklich an. Zwar wirkte der Z wacher, doch zwingend wurde das Team von Crawford zu Beginn nicht. Es wurde kurzfristig noch etwas schlimmer, als Berger im der vierten Minute den ersten NLA Treffer der neuen Saison feierte. Dieser Weckruf blieb aber dann nicht ohne Wirkung. Wenn auch langsam, aber der Z steigerte die Intensität schrittweise. Schnell war der Gast davon überfordert und nach 11. Minuten war dann auch die Zürcher Torpremiere perfekt. Von nun an war es klar, wer das Spielzepter vorgab. Noch aber war zu viel Passspiel und zu wenig konsequentes Spiel zu sehen. So blieb es bis zur ersten Pause bei diesem Spielstand.

Zwei Tore, aber nur eines zählt
Die Feldüberlegenheit hatte auch im zweiten Drittel Bestand. Nilsson, Cunti und Co. prägten das Spiel, doch weitere Tore blieben vorerst aus. Auffällig war Künzle, die Nummer 73 agierte extrem kämpferisch und zeigte eine starke Partie. Crawford lies seiner Vorschau, dass er den Jungen noch mehr Eiszeit geben wolle, Taten folgen. Siegenthaler spielte im ersten Drittel extrem viel und auch im zweiten noch einige Male. Trotzdem waren es die routinierten Akteure, welche die erstmalige Führung herstellten. Zuerst aber wurde das vermeintliche Tor von Bergeron in der 35. Minute aberkannt. Doch in der 37. Minute war es dann soweit, bei einem Gegenangriff bediente Cunti Wick und dieser war alleine im Slot. Nun hatte der Z die Partie im Griff, ein Ausbau der Führung konnte aber nicht realisiert werden.

Ohne Probleme zu Ende gespielt
Das dritte Drittel war dann eine Geschichte für den ZSC. Er beherrschte die Partie nun fast ohne Ausnahme und Rapperswil seinerseits kam zu keinen Chancen. Ja im Gegenteil, nach 55. Minuten war dann die Angelegenheit durch. Trachsler erzielte Backhand den dritten Treffer. Nicht den letzten, aber den entscheidenden. Zürich hatte im Endeffekt die grössere Klasse und dies machte sich dann auch bemerkbar. Den Schlusspunkt setzte dabei Baltisberger mit dem Treffer ins leere Tor. Mehr brauchte es und gab es auch nicht.

Damit ist der Z der erste Leader der diesjährigen NLA Saison. Wohl nicht mit der besten, aber einer durchaus passablen Leistung in diesem Auftaktsspiel. Weiter geht es bereits am Freitag in Fribourg – gegen den Angstgegner der Zürcher.