Ein Penalty und ein Stock von Bergeron

ZSC 3:2 Adler Mannheim (1:0; 1:1; 0:1) n.P.

Der zweite Test der neuen Saison für die Zürcher begann mit vielen Fehlern. Auch die Schiedsrichter standen im ersten Drittel etwas neben sich und verteilten lächerliche Strafen am Laufmeter. Doch weder die Zürcher noch die Mannheimer konnten in den ersten 10 Minuten profit daraus schlagen. Die Mannheimer vergaben sogar einen Penalty, denn der junge Boltshauser mit einer Klasse Fussabwehr zunichte machte. In der 12 Minute klappte es dann doch noch mit dem Toreschiessen: Wick im Powerplay mit dem Querpass auf  Blindenbacher und der hämmerte den Puck humorlos in die Ecke – 1:0 für den ZSC. Auch in der Folge war das Spiel von Fehlern und der Findungsphase der beiden Mannschaften geprägt. So blieben die genialen Momente und die Torchancen weiterhin Mangelware. So ging es wenig verwunderlich mit dem 1:0 für den ZSC in die Erste Pause.

Auch nach der Pause ging es im selben Style weiter. Bei den Zürchern stand nun Lukas Flüeler für Boltshauser im Tor. Und auch Lukas Flüeler konnte sich auszeichnen in dem er einen weiteren Penalty der Adler Mannheim zunichte machte, dieser war jedoch extrem schlecht geschossen. Die Zürcher kontrollierten nun das Spiel und gingen in der 25 Minute durch Neuenschwander – nach einer schönen Kombination über Bergeron und Schnyder – 2:0 in Führung. Erst in der 34 Minute kehrte so etwas wie Spannung in die Hacker-Pschorr Arena zurück, als die Mannheimer im Powerplay auf 2:1 verkürzten. Doch auch in der Folge konnten sich wieder die Zürcher, noch die Mannheimer eine grosse Anzahl von Torchancen herausspielen. Einzig die Tricks von Nilsson und die Angriffe des jungen Denis Malgin stachen aus dem sonst eher schwachen Zürcher Kollektiv heraus, welches jedoch die Partie weiterhin kontrollierte und so den 2:1 Vorsprung in die zweite Pause brachte. 

Im dritten Drittel ereignete sich lange nichts bis gar nichts. Der Sieg der Zürcher schien beschlossene Sache zu sein, bis sich Kink in der 59 Minute ein Herz fasste und die Adler in die Verlängerung rettete. Das dies Marc Crawford nicht gefiel lag auf der Hand und so drückten die Zürcher in der 5 Minütigen Verlängerung auf die Tube und schnürten die Mannheimer Minuten lang in ihrem Drittel ein. Doch der entscheidende Treffer wollte nicht fallen, so dass es kurz darauf zum Penaltyschiessen kam. In diesem scheiterten alle inklusive Meisterschütze Robert Nilsson, bis Marc-André Bergeron im Stille des verstorbenen Krutows Anlauf nahm und den Puck im Netz unterbrachte. Der Ausflug ins bayrische Bad Tölz hatte sich für die Rund 50 Anhänger des ZSC also doch noch gelohnt und zur feier des Tages warf Bergeron seinen Penaltystock ins Publikum.