Keine Chance gegen Saryarka

ZSC – HK Saryarka Karaganda 0:6 (0:2, 0:2, 0:2)

111 Tage danach, nach dem achten Titel in der Vereinsgeschichte, ausgerechnet gegen den Kantonsrivalen, ging es los mit der Vorbereitung für die neue Saison. Bis auf den Abgang von Ronals Kenins in die NHL und die Zuzüge von Luca Boltshauser – Ersatztorhüter – und Derek Smith gab es keine Mutationen im Kader der Zürcher. Coach Marc Crawford konnte, nach dem Flirt mit der NHL im Sommer, sich also wieder auf die bekannten Gesichter freuen. Der ZSC ging in dieser Vorbereitung einen neuen Weg, er absolvierte mit 60 Spielern ein sogenanntes Camp, wie es in der NHL bekannt wurde. Dies hat auf der einen Seite den Vorteil, dass die jungen Spieler einen Anhaltspunkt über ihren Qualitätszustand erhalten und die arrivierteren Spieler den Druck des Nachwuchs bemerkten. Als erster Test wartete HK Saryarka Karaganda – ein kaum aussprechbarer Clubname für unsereins. Das Kasachische Team spielt quasi in der 2. KHL, die Russen nennen diese Liga VHL. Saryarka feirte dort in der letzten Spielzeit den Titel.

Trotz Verspätung zum Sieg
Eigentlich wäre das Spiel auf 19:00 angesagt gewesen, doch die Kasachen mühten sich im Stau ab und so wurde das Spiel erst kurz vor 8 Uhr angepfiffen.

Auch wenn es das erste Spiel war nach der Sommerpause, so erhoffte man sich von der Meistermannschaft etwas. Auch wenn diese nur mit der halben Mannschaft aufliefen. Doch die sportlichen Euphorien wurden schnell gedämpft, bereits nach einem Drittel stand es 2:0 für das Team aus Kasachstan. Bis dorthin überlegte ich mir noch, einen vernümftigen Matchbericht zu schreiben, aber spätestens nach dem 4:0 nach zwei Drittel und dem 6:0 nach Spielende wusste ich, dass dies eigentlich keinen Sinn macht.

Der ZSC nahm diese Partie vielleicht nicht auf die lockere Schulter, aber sicherlich auch nicht zu ernst. Egal, bereits am nächsten Freitag, gegen die Adler aus Mannheim, dürften mehr Stammkräfte auflaufen..