Defensivschlacht und viele Provokationen

Welche Bedeutung die Klotener dem zweiten Spiel in dieser Serie gaben, zeigte sich schon weit vor dem ersten Bullyeinwurf. Die Provokation von Jenni an Seger, dieser sei ein Simulant, war weit mehr als eine verbale Entgleisung, sie war wohl durchaus mit sehr viel Kalkül bestückt. Auch auf dem Eis setzten die Kantonsrivalen diese Gangart fort und so waren es insbesondere Gerber, aber auch andere seiner Teamkollegen, die immer wieder versuchten, die Zürcher aus der Reserve zu locken. Dem Ex-NHL Goalie rutschte mehr als einmal sein Torhüterstock gar weit aus der Hand; doch das Team von Crawford liess sich dadurch fast gar nicht beeindrucken. Im Gegenteil, oftmals waren es die Klotener die gestern bei solch provokativ geführten Zweikämpfen zurückstecken mussten.

Jim Vandermeer stosst Sven Senteler umDefensiv beide fast ohne Fehler
Es ist eine Schlacht, zumindest in der Defensive, auf extrem hohen Niveau. Die beiden Teams haben bisher insgesamt vier Tore zugelassen in dieser Finalserie, ein Wert, der bereits aufzeigt, wie konzentriert gearbeitet wird vor dem eigenen Tor. Stark ist auch das Verhalten, dies insbesondere beim ZSC, mit den Abprallern von Lukas Flüeler, die Zürcher Verteidigung räumt diese in einer beneidenswerten Konsequenz weg. Auch wenn ein Klotener dem Zürcher Schlussmann zu Nahe kommt, wird dieser mit aller Härte weggearbeitet. Die Abschirmung des Torhüters funktioniert bisher in dieser Serie beim ZSC ausgezeichnet, da hingegeben besteht beim EHC Kloten doch noch einiges an Potenzial.

Sowieso müssen sich die Kantonsrivalen einige Gedanken in Anbetracht auf das morgige Spiel machen, denn eine weitere Niederlage und die Finalserie könnte schneller beendet sein, als es ihnen lieb sein dürfte.  Morgen ist die Devise noch etwas klarer: Ein Sieg für den EHC Kloten eine Pflicht, ein Sieg für den ZSC ein riesiger Schritt in Richtung Titel. Sind wir gespannt; bald geht es los!