Derbysieg Nummer zwei im Visier

Zum ersten Mal in diesen Playoffs konnte der ZSC ein Auftaktsspiel einer Serie gewinnen, das 1:0 war keine Gala, aber eine taktisch perfekte Leistung, gepaart mit keinem schwerwiegenden Fehler in der Defensive. Jan Tabacek, der für Marc Andre Bergeron ins Team kam, charakterisierte diese Leistung: hinten ohne die sonst bekannten und gefürchteten Fehler, dafür vorne auch etwas weniger Punch und Zug aufs Tor. Genau dies allerdings braucht es um diese Playoffserie zu entscheiden, denn der ZSC ist im technischen und wohl auch physischen Bereich den Klotener überlegen. Die Kantonsrivalen müssen hinten sattelfest sein – was sie bis zur 43. Minute und dem Tor von Bärtschi auch waren – und in der Offensive darauf hoffen, dass der ZSC ihnen einige Freiräume gewährt und Flüeler nicht daneben greift. Beides war am Samstag nicht der Fall.

Mit vier Linien den Gegner zermürben
Ein riesiges Plus des ZSC ist sicherlich die Breite des Kaders, selbst im Finish des ersten Spiels kam die vierte Linie zum Zug und brachte somit Entlastung für das gesamte Team. Dieser Umstand könnte, je länger die Serie andauern würde, ein zusätzlicher entscheidende Faktor bilden um den Titel.

Gestern durfte der EHC Kloten gewinnen, morgen muss er dies tun. Spätestens nach dem morgigen Match dürften die Kräfteverhältnisse in dieser Serie noch etwas klarer ersichtlich sein. Auch beim EHC ist man sich bewusst, dass ein 2:0 in der Serie keine schöne Ausgangslage wäre um den ersten Meistertitel seit 1996 zu erreichen. Es wird also ein heisser Lauf dieses zweite Spiel in der Serie; vielleicht schon eines mit einem wegweisenden Charakter.

Auf Seiten des ZSC fiel die Aussagen, dass dies am Samstagabend nicht das beste Spiel gewesen sei und noch viel Luft nach oben vorhanden ist. Eine Aussage, die angesichts der Playoffs mit Vorsicht zu geniessen ist, denn defensiv war dies einer der stärksten Auftritte in den Playoffs. Auch morgen Abend wird entscheidend sein, wer die richtige Mischung aus defensiver Stabilität und offensivem Mut erwischt.

Ab in die Runde 2 im Zürcher Eishockeyderby!