Nur ein Sieg, aber ein wichtiger

ZSC – EHC Kloten 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

Es ist angerichtet, das erste Zürcher Derby seit es die Playoffs gibt. Während Kloten sich nach sechs Spielen gegen Fribourg durchsetzen konnte, brauchte der ZSC erneut eine „Belle“, gewann diese aber im Endeffekt souverän mit 4:0 gegen Genf. Für die beiden Teams geht es also weiter, in einem der wohl heissesten und emotionalsten Finale, dieser Playoffgeschichte in der Schweiz. Jan Tabacek spielte heute für Bergeron und absolvierte damit sein erstes Playoffspiel.

Leichte Vorteil für den ZSC
Es begann schnell und hart, dieses erste Finalderby in der Playoffgeschichte. Wie fast immer hatten die Zürcher auch heute eine Feldüberlegenheit zu verzeichnen, die auf die technische Überlegenheit schliessen lassen konnte. Doch vorerst entstanden dadurch keine Tore, auch in einer Überzahlsituation änderte sich daran nichts. Kloten ihrerseits konzentrierte sich auf die Defensive und fuhr damit im ersten Drittel gut. Es gab keine Tore und trotzdem durfte der Z positiv aus diesem Drittel gehen, sie hatten Kloten im Griff und Lukas Flüeler wirkte souveräner als sein Gegenüber Gerber.

Kloten besser, weiter keine Tore
Der EHC Kloten machte dies was sie konnten, alles geben und auch das eine oder andere Mal eine Strafe herausschinden. Im Mitteldrittel machten sie dies noch etwas besser, sie spielten während über einer Minute in doppelter Überzahl agieren. Allerdings war das Boxplay des Z so stark, dass auch hier kaum Gefahr entstehen konnten. Es war ein Genuss der Box der Zürcher zuzusehen, orchestriert von Seger, welcher Shift um Shift 110% kämpfte.
Auch sonst wirkte der Z wacher, obwohl das Team von Kloten in diesem Drittel mehr Spielanteile hatte. Es war ein Auftaktsspiel dieser Serie, bei dem sich die beiden Mannschaft testeten, aber noch nicht ohne die letzte Entschlossenheit. Die Defensivtaktik war bei beiden Team zumindest noch im Hinderkopf.

Ein Tor und ein Derbysieg
Auch im letzten Spielabschnitt sollte sich daran wenig ändern. Beide Teams spielten ihre Leistung solide über die Zeit, ein Highlight gab es aber in der 43. Minute, da umlief Bärtschi alle Klotener und zimmerte die Scheibe in die Maschen. Es war die Befreiung, die totale Erlösung und so wichtig. Jenni leistete sich Sekunden vor Ende noch ein Ausraster, er erhielt eine zwei Minutenstrafe und ein Zehner dazu für Check gegen den Kopf. Es war sinnbildlich: die Klotener provozierten, liessen keine Chance aus um Umzufallen und waren doch die schlechtere Mannschaft. Wenn die Klotener nicht noch härter arbeiten, dann werden sie einen schwierigen Stand in dieser Serie haben…