Der letzte erfolglose Schachzug von McSorley

McSorley, der Trainer von Genf-Servette und bekannter Provokateur, hatte mit der erzwungenen Sperrung von Morris Trachsler seine Karten offen gelegt, er wollte um jeden Preis den Gegner schwächen und er scheiterte damit. Das Team von Crawford liess sich von den Nebenschauplätzen, die im Nachgang betrachtet durchaus als Zeichen des grossen Respekts gegenüber dem Zürcher Team gewertet werden kann, nicht beeindrucken – im Gegenteil. Bereits im ersten Shift fuhren Baltisberger und Kenins die Genfer reihenweise an die Bande, ein Auftakt von dem sich die Adler nicht mehr erholten.

Es war die Klasse, gepaart mit der nötigen Einstellung, die gestern den Unterschied ausgemacht hatte. Das Schussverhältnis im ersten Drittel widerlegte diese Einschätzung deutlich; 15 Torschüsse gegenüber deren fünf von Genf, ein klares Verdikt. Genf versuchte in dieser Serie alles, sie spielten wohl näher am Limit als der ZSC, aber sie taten dies gut und nutzten die fehlende Konstanz der Zürcher gnadenlos aus. Gemessen am gestrigen Spiel hätte diese Serie wohl in weniger Spielen fertig sein müssen.

Der Erfolg führt über die Konstanz
Im morgen Abend beginnenden Derbyfinal dürfte der ZSC auf dem Papier erneut leicht favorisiert sein, besonders wenn er weiterhin so auftritt wie gestern Abend. Ein Durchmarsch ist zwar möglich, aber kaum realistisch, besonders darum, weil es zum einen ein Playofffinal ist und jeder Fehler ein Spiel entscheiden kann und auf der anderen Seite die Konstanz beim ZSC fehlt. Zu oft folgte in den Viertel- und Halbfinals auf ein geniales Spiel eine Leistung zum vergessen.

Kloten hat dies natürlich auch vernommen und wird versuchen möglichst schnell diese Schwäche wieder aufzudecken. Denn sollte der ZSC erfolgreich in die Serie starten, vielleicht sogar zwei Mal in Serie gewinnen, dann dürfte mit der nötigen Sicherheit auch die Konstanz zurückkehren.

Aber sind wir uns bewusst, es ist ein Playofffinal, ein sehr spezieller sogar und es wird eine extrem harte Geschichte. Freuen wir uns auf die Derbies, auf spannende Partien und hoffentlich den richtigen Meister…

Auf gehts Zürcher SC!