Aufarbeitung einer ungenügenden Leistung

Es war ein Schlag ins Gesicht und ein Beweis dafür, dass man sich in den Playoffs niemals zu sicher sein darf, weil sowieso alles anders kommt als man denkt, ja eigentlich als erwartet. Die Stimmung war, auf dem rund vierstündigen Weg nach Genf, durchwegs optimisstisch – kaum einer hatte Zweifel am Finaleinzug an diesem Dienstagabend. Vielleicht war die Euphorie zu gross – nicht nur bei den Fans, sondern auch innerhalb der Mannschaft. Ob dem so ist, wir werden es nie erfahren.

Abhacken und die nötigen Lehren daraus ziehen
Grundsätzlich spielt es auch keine Rolle mehr, wie die Einstellung zur gestrigen Partie ausgesehen hat. Spätestens seit der gestrigen Schlusssirene muss Spiel sieben oder eben die Belle im Vordergrund stehen. Nicht einmal zwei Tage bleiben dem Z um die gemachten Fehler auszumerzen; Fehler von denen es da reichlich zu anysieren gab gestern. Angefangen im ersten Drittel, in welchem der ZSC noch die deutlich aktivere Mannschaft war, es wäre jene Phase gewesen, in der die Zürcher die Partie und auch die Serie hätten entscheiden können. Es blieb beim Konjunktiv, denn bei fast jeder Aktion fehlte jener Mann vor dem Tor von Stephan, der den Unterschied ausmacht ob der Torhüter Zeit hat seinen Abpraller zu verdecken oder ob die Scheibe möglicherweise ein zweites Mal in Richtung Tor gebracht werden kann. Ein Punkt ohne den es am Donnerstag wohl nicht reichen dürfte, den Derbyfinal zu bewerkstelligen.

Im zweiten Drittel dann der totale Bruch, was im ersten Spielabschnitt zumindest noch solid aussah, wurde nun komplett auf den Kopf gestellt. Kaum ein Zweikampf an der Bande, den nicht die Genfer gewannen, kaum ein gefährlicher Schuss und kaum eine physische Reaktion, ob auf das zweite, dritte oder vierte Tor von Genf, war auszumachen. Auch wenn da einige kernige Checks waren, alles in allem war dies schlicht zu harmlos, was die Zürcher in diesem Mitteldrittel abzogen.

Der letzte Spielabschnitt war dann das, was man eine (zu späte) Reaktion nennt. Ab der 50. Minute war das zu sehen, was man schon die ganze Zeit in diesem Spiel erwartete hatte von den Zürchern, aber grundsätzlich nur von Seite von McSorleys Team gelebt wurde. Kampf, Leidenschaft, Aufsässigkeit und Konsequenz. Die Tore von Blindenbacher und Baltisberger aber brachten nicht mehr den endgültigen Umschwung, sondern viel mehr nur noch ein Aufbäumen und ein Ansatz, wie es gehen könnte…

Morgen müssen alle gemeinsam kämpfen, die letzten Kräfte mobilisieren und alles versuchen um die diesjährige Playoffkampagne erneut um mindestens vier Spiele zu verlängern…

Auf gehts jetzt; Zämestah und alles gäh!