…und dann haben wir es wieder verpasst!

HC Genf-Servette – ZSC 5:2 (0:1, 0:3, 1:2)

Mit dem möglichen Finaleinzug vor Augen absolvierten Fans und Spieler des ZSC heute – sicherlich zum letzten Mal in dieser Saison – die Reise nach Genf. Noch ein Sieg trennte den Qualifikationssieger vom Finale, welches eigentlich als das Minimalziel definiert wird. Aber das Spiel in Genf dürfte eine schwierige und heikle Angelegenheit werden, nicht nur, weil Picard wieder zurück ins Team kehrte – der Rekurs von Genf wurde am späteren Nachmittag gutgeheissen.

Genf mit der nötigen Effizienz
Die Rückkehr von Picard bedeutete aber nicht, dass die Genfer diese Partie dominieren würde. Sogar das Gegenteil zeichnete sich im Startabschnitt ab, die Zürcher besser und die Genfer oftmals in der eigenen Defensive. Bis zur achten Minute und einem Fauxpass in der Zürcher Verteidigung, Rivera zog allein auf Flüeler und erwischte diesen kaltblütig. Doch auch nach dieser Führung waren es die Zürcher, die auf Stephan drückten. Doch das Team von Crawford kam nicht zu ausreichend gefährlichen Chancen um den Ausgleich zu bewerkstelligen. Selbst eine Powerplaysituation verstrich fast ohne nennenswerte Chancen. Es fehlte schlichtweg die letzte Konsequenz auf das gegnerische Tor.

Ohne weitere Kommentare
Man durfte also, angesichts des noch knappen Spielstandes auf den Einzug in den Final hoffen. Doch bereits nach 22. Minuten wurde diese Hoffnung arg relativiert, wieder jubelten die Genfer und wieder sahen die Zürcher Verteidiger nur zu. Noch war die Stimmung passabel in der Kurve, aber der Z wollte und wollte nicht gefährlicher werden vor Stephan. Die Tore drei und vier waren, kurz vor Ende des zweiten Spielabschnittes, leider nur der Beweis für die fehlende Durchsetzungsstärke des ZSC. Nun war die Stimmung bei den Zürcher Fans natürlich im Eimer; der absolute Frust und die totale Konsternation war auszumachen.

Fünf Minuten Eishockey reicht schlicht nicht
Der Schlussabschnitt plätscherte, plätscherte und plätscherte. Keinerlei Anzeichen einer Reaktion war auszumachen. So kannst Du kein Spiel in den Playoffs gewinnen, schlicht untragbar war es, was die Mannschaft von Crawford da teilweise leistete. So gewinnst Du keinen Blumentopf und man erreicht schon gar keinen Playofffinal.

In der 52. und 53. Minute gab es ein Lebenszeichen. Zweimal traf der Z und kämpfte sich noch einmal etwas heran. Sogar einen Latenknaller verzeichnete der Z noch, aber kurzfristig so zu spielen reicht nicht. Noch so ein Spiel und wir sind draussen, noch ein solches Spiel und die Eishockeyschweiz lacht, noch ein solches Spiel und der Sommer ist da.

Ich ringe noch immer um Worte; mal sehen, wie es morgen aussieht. Wir müssen aufstehen, aber schnell…