Clevere Genfer gleichen die Serie aus

HC Genf-Servette 4:2 ZSC (2:0; 1:0; 1:2)

Nachdem 6:2 vom Dienstag sollte heute in Genf Sieg Nummer 3 folgen. Die
Zürcher traten mit der selben Aufstellung wie vergangenen Dienstag an.

Genfer Blitzstart – Zürcher Tiefschlaf
Schon nach einer Minute wurde klar, wie das heute laufen sollte. 5 Genfer mit Zug zum Tor – zu viel für die Zürcher. Erste Nettigkeiten wurden ausgetauscht. Und so ging es weiter: die Zürcher Unterdruck – die Genfer mit viel Druck und Härte. Nach 4 Minuten geschah, was geschehen musste: Flüeler mit einem Abpraller nach einem eher harmlosen Schuss, Bergeron und Stoffel im Tiefschlaf…Klingelingeling… 1:0 für Genf-Servette!
Nun tauchten endlich auch mal die Zürcher vor dem Genfer Tor auf! Doch sowohl Bärtschi als auch Roman Wick vergaben den Ausgleich nach tollen Spielzügen. Dies war leider nur ein kurzes Intermezzo, denn nun nahmen die Genfer das Spiel wieder in die Hand und setzten sich für längere Zeit im Zürcher Drittel fest. Und wieder geritten die Zürcher in Nöte! Flüeler mit dem Abpraller und schon stand es 2:0 für Servette.
Nun hatte Crawford genug von dem, was er gesehen hatte und gab der Mannschaft mit der Auswechslung von Flüeler zu verstehen, dass er mit dem Gebotenen gar nicht zu frieden war. Einer schien die Botschaft verstanden zu haben – Ronald Kenins tankte sich mit einem schönen Solo durch die Genfer Abwehr, blieb jedoch letztlich an Tobias Stephan hängen. Der Rest der Mannschaft schien jedoch  nicht verstanden zu haben, denn  in der Folge spielte nur eine Mannschaft – Genf-Servette.
Auch als Lukas Flüeler nach 15 Minuten ins Zürcher Tor zurückkehrte, änderte sich wenig am Spielverlauf. Auch im Powerplay agierten die Zürcher zu ungenau und zu umständlich. Und so musste Flüeler in Unterzahl das 3:0 durch Servette Topskorer Lombardi verhindern. Kurz darauf ging es mit einem hochverdienten 2:0 für Genf in die erste Pause.
Zürcher stark verbessert, aber immer noch zu ungenau
Nun endlich fanden die Zürcher langsam ins Spiel. Bergeron verpasste mit einem seiner gefürchteten Slapshot nur knapp das Ziel. Auch in der Folge wirken die Zürcher flinker und wacher. Das Spiel entwickelte sich nun zu einem offenen Schlagabtausch mit Vorteilen für den ZSC. Tore fielen jedoch vorerst keine. Einerseits weil die beiden Torhüter ihre Sache mehr als gut machten, andererseits weil die Zürcher im Genfer Drittel zu umständlich und zu ungenau spielten. So kam der letzte Pass zu oft nicht an. Trachsler und Keller vergaben die besten Zürcher Chancen fast schon kläglich. Die Genfer versuchten das Zürcher Tempo weiterhin mit konsequentem Körperspiel und viel Härte zu unterbinden, was ihnen im Laufe des Drittels immer besser gelang. Und nicht nur das, 3 Minuten vor Drittelsende klingelte es ein drittes Mal im Zürcher Tor. Blindenbacher und Geering liessen sich aus tricksen, Chris Rivera bedankte sich mit dem 3:0. Die Vorentscheidung? Bis zum Drittelsende passierte jedenfalls nicht mehr allzu viel. Und so ging es mit einem 3:0 für Genf in die zweite Pause.
Schnelles Zürcher Tor ist zu wenig

Dem ZSC gelang der perfekte Start ins letzte Drittel: Bärtschi schickte Kenins und dieser erwischte Stephan über der linken Schulter – nur noch 3:1! In der Folge hätte Nisslon beinahe den Anschlusstreffer erzielt -Tobias Stephan reagierte jedoch glänzend. Die Zürcher waren auch in der Folge näher an einem Treffer als die Genfer. Doch eins ums andermal scheiterten die Zürcher an Stephan oder an sich selbst. Und statt 3:2 hiess es dann plötzlich 4:1 für Genf, welche einen ihrer gefährlichen Konter erfolgreich abschlossen. Wieder machte Lukas Flüeler platz für Tim Wolf. Nun rannten die Zürcher noch verbissener an als zu vor. Doch wieder blieb ihnen das Glück verwehrt, bis Ryan Shannon 5 Minuten vor Schluss in Unterzahl doch noch den Puck im Tor unterbrachte. Der Zürcher Druck war nun immens und man kamen zu unzähligen Möglichkeiten. Doch auch die Genfer Konter waren nicht ohne. Jedoch fielen auf beiden Seiten kein Treffer mehr und so gewann Genf schlussendlich verdient mit 4:2. Nun steht es in der Serie 2:2 unentschieden. Am Samstag geht es weiter mit Spiel 5 im Zürcher Hallenstadion.