Allen Skeptikern getrotzt…

HC Genf-Servette – ZSC 3:5 (1:2, 2:1, 0:2)

Die lauten Rufe der ZSC Fans nach der 0:5 Niederlage am vergangenen Donnerstag hallten im Hallenstadion noch lange nach. Nicht ein Pfeiffkonzert, sondern ein Zeichen der Unterstützung empfing die Spieler von Crawford unmittelbar vor dem Eingang zur Garderobe. Diese Motivationsspritze konnten die Zürcher gut bebrauchen, denn heute Stand mit dem ersten Auswärtsspiel nicht nur eine lange Reise, sondern auch ein ungemein schwieriger und wichtiger Match an.

Wenn die Zürcher ihre Mannschaft aber ähnlich unterstützen würden, dann sollte da doch etwas machbar sein.

Dann endlich fallen die Tore
Schon früh war zu sehen, dass der ZSC heute auch wieder das Zepter in die Hand nehmen wollten. Doch die allgemeinen Spielverhältnisse waren ausgeglichen, Genf hatte ebenfalls seine Chancen. Doch bis zur 13. Minute blieb diese Parrie torlos, ehe Bastl zum 1:0 einschieben konnte. Es war eine Erleichterung, denn es war das erste Tor der Zürcher in dieser Serie. Aber Genf reagierte sofort und zwei Minuten später lag die Scheibe auch bereits hinter Flüeler. Trotzdem, beim ZSC war nun die Zielstrebigkeit zu sehen, der Wille war da und 30 Sekunden vor Ende des ersten Drittels war die Scheibe wiederum bei Stephan im Tor. Diesmal durfte sich Keller bejubeln lassen von seinen Teamkollegen und von den mitgereisten Fans. Was bedeutete dieses Tor für das zweite Drittel?

Trotz Vorsprung zum Ende ein ausgeglichener Spielstand
Nach 22. Minuten gab es eine verwirrende Szene, die Zürcher, welche mit viel Druck agierten zu Beginn, hatten ein vermeintliches Tor geschossen. Der Schiedsrichter aberkannte es, dass er aber eine Genfer Szene beurteilte und nicht das Tor der Zürcher, war vielen nicht bewusst. Nach ein paar Minuten realisierte es dann auch der Zürcher Anhang. Das 3:1 Tatsache und vielleicht auch eine kleine Vorentscheidung.
Mitnichten, die Genfer kamen nach 25. Minuten zum glücklichen Anschlusstreffer – von der Schulter eines Genfer prallte die Scheibe ins Tor. Nun drückten wieder die Genfer in diesem Spiel und nach 33. Minuten musste wieder ein Videobeweis her. Diesmal entschied er gegen den ZSC, das Team von McSorley war für den Ausgleich besorgt und brachte die Hoffnungen zurück in die Les Vernets.

Wieder zurück in der Serie
Genf müsste nun eigentlich auf die erstmalige Führung drücken, aber sie wurden nach 41. Minuten bitter zurückgeworfen in ihren Bemühungen. Keller erzielte seinen dritten Treffer in diesem Spiel und gab damit den Stein des Anstosses für den Sieg heute. Genf versuchte in der Folge vieles, aber sie scheiterten immer wieder, alles nach Vorne durfte sie aber nicht werfen – zu stark waren die Zürcher. Bis zur 59. Minuten und zwei Strafen gegen Genf blieb diese Partie ausgeglichen, dann aber haute Wick den Hartgummi in die Maschen. Es war der Siegestreffer – wow! Genf stand still, der ZSC jubelte und die Serie war ausgeglichen.

Hammer, am Dienstag geht es in die nächste Runde…