Der Z besser – die Genfer siegen

ZSC – HC Genf-Servette 0:5 (0:1, 0:2, 0:2)

Als ich heute zurück ins Hallenstadion kehrte, da wurde mir erst richtig bewusst, dass wir vor zwei Tagen hier haarscharf am Sommer vorbeigeschrammt sind. Nun, die Serie gegen Lausanne ist vorbei und hat sicherlich auch seine guten Seiten; wie viel Schwung das Team von Crawford aber effektiv aus dieser Serie mitnehmen konnte, musste sich zuerst noch zeigen. Beim ZSC war auch Bärtschi am Start, der drei Sekunden vor Ende des siebten Spiels gegen Lausanne unfair zu Boden gecheckt wurde.

Beim Publikum schien etwas der Viertelfinalskater eingesetzt zu haben. Das Hallenstadion heute schlecht besucht, die Gegner Lausanne und Genf dürften beim Z kaum auf der Wunschliste für die Playoffs gestanden sein – bei den Fans ganz sicher nicht. Es war für einen Halbfinal gar peinlich, auch wenn es erst Spiel 1 war und die Serie noch lange dauern können. Ob es daran oder an den hohen Ticketpreisen lag, sei mal vorderhand dahingestellt.

Der Z mit klaren Vorteilen
Auf dem Eis, insbesondere beim Z, war wenig davon zu sehen. Die Zürcher agierten frisch und frech, sie pressten auf die Angriffe der Genfer und hatten mehr als nur eine grosse Chance in den ersten Minuten. Doch Unfähigkeit, Pech und Stephan verhinderten den ersten Treffer vorerst. Stattdessen nutzte Genf eine der ersten „Halbchancen“ und wurschtelten den Puck rein. Genf nun besser? Mitnichten, weiter war es nur der ZSC, der spielte und der fast nichts unversuchr lies um den ersten Treffer in diesem Spiel zu erzielen.

Ohne Veränderungen im zweiten Drittel
Genau das gleiche Bild zeigte sich im Mittelabschnitt; der Z besser, teilweise dominant und Genf irgendwie mit den Toren. Es war nicht einmal so, dass die Truppe von McSorley defensiv gut spielte, nein ganz im Gegenteil. Bei den Genfern reihte sich Fehler an Fehler, beim Z vergebene Chancen an vergebene Chancen. Man fühlte sich im falschen Film; erst recht als nach 25. Minuten das zweite Tor für Servette fiel. Es lief ein Powerplay für Genf, Lukas Flüeler musste sich auf der Bank behandeln lassen, und Tim Wolf musste sich erwischen lassen. Am Spiel änderte sich wenig, ich wiederhole mich ungern, aber es muss sein. Der Z am Drücker, die Genfer erzielten die Tore. In der 33. Minute war eine Strafe gegen den Z angezeigt, Genf kurvte gefühlte fünf Minuten mit dem Puck herum und drin war die Scheibe. Stephan durfte wieder zurück ins Tor und die Partie damit praktisch durch.

Was muss besser werden?
Zum letzten Drittel wäre jeder Kommentar zu viel unnötig. Der Z gab sich von Minute zu Minute mehr auf und doch war er weiterhin die bessere Mannschaft. Die beiden Treffer von Genf waren in diesem Drittel nicht mehr viel mehr als Kosmetik – zu Ungunsten des Z.

Verbesserungspotenzial gibt es eigentlich nur an zwei Orten. Auf der einen Seite ist dies bei Flüeler und auf der anderen Seite vor dem Tor von Stephan. Etwas weniger, wäre heute definitiv mehr gewesen. Die Zürcher müssen ihre vielen Chancen besser nutzen und sich etwas weniger auf den noch besser positionierten Mitspieler konzentrieren. Klar ist aber, sollte der Z weiterhin so überlegen agieren, dann wird er diese Serie drehen können.

Wie tief der Frust beim Z sass, zeigte die Reaktion von Seger. Er war der erste, welcher Richtung Kabine lief, zog den Stock auf und zerschmeterte diesen am Handlauf der Treppe…

 

3 Gedanken zu „Der Z besser – die Genfer siegen

  1. Spielen sie so wie heute gibt es am Samstag die nächste Klatsche. Eine Frechheit dieser Auftritt heute…

    Ich habe aber bereits nach dem Seriensieg gegen Lausanne geschrieben:
    Nun kommt Genf da muss man härter ran sonst gibt es ein 0-4 und die Saison ist zu Ende…Genf spielt körperbetontes Hockey und die haben mit Picard und Lombardi die perfekten Playoffausländer. Gegen Lausanne hat es noch knapp gereicht aber so wird es schnell vorbei sein gegen Genf.

    Mit Schönwetterspieler gewinnt man kein Spiel…

  2. MC Kritik an Luki muss Konsequenzen haben. Die Goalis entscheiden diese Serie. Weiterhin mit Luki im Tor…., gute Nacht.

  3. Ich habe Genf noch nie so schlecht gesehen wie zu Beginn dieses Spiels. Dieses Spiel durfte man nicht verlieren. Der Z tat es trotzdem, weil er ohne jegliche Emotionen spielte. Auch nachdem man 3 Tore erhalten hatte, wurden diese ohne jeglichen Ärger entgegen genommen und man spielte so weiter wie zuvor. Die Genfer gehen heute mit 5 Toren und keinen blauen Flecken nach Hause.

    Ohne Emotionen und physischem Spiel wird der Z klanglos gegen Genf unter gehen. Und über die Unterschiede der Ausländer muss man nichts schreiben, das ist schon genug offensichtlich…

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