…und dann ist Feuer im Haus!

HC Lausanne  – ZSC 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)

Mit der Niederlage am vergangenen Donnerstag verdiente oder bestrafte sich der ZSC mit einer zusätzlichen Reise ins schöne Lausanne. Diese Reise wäre nun echt nicht nötig gewesen, so auch der Tenor im Lager der Zürcher Fans. Zu fahrlässig und ohne den nötigen Biss wollte man Lausanne offensichtlich im Schongang bezwingen, dass dies nicht funktioniert, musste Crawford und seine Truppe bitter feststellen.

Alles jammern nützte aber heute nichts mehr, der Z hatte einen Job gefasst und zwar ein zusätzliches Heimspiel zu verhindern und sich somit eine kurze Verschnaufpause zu verschaffe. Dafür musste der Z in den ersten Minuten geduldig bleiben, den euphorisierten Lausannern den Schneid abkaufen und möglichst bald in Führung gehen. Einfacher gesagt als getan. Vor allem auch darum, weil der Leitwolf Mathias Seger heute krankheitshalber ausfiel.

Keine Tore zu Beginn
Beim Z war zu Beginn des Spiels kaum Nervosität auszumachen. Sie verfolgten ihren Spielplan und Lausanne kam schnell unter Druck und der Z hatte die eine oder andere Chance. Das Heimteam dagegen beschränkte sich auf das Konter und machte dies, wie wir es uns aus der Serie gewohnt sind, äusserst gefährlich. Mehrere Lausanner Schüsse zischten nur knapp an Flüeler vorbei oder der Schlussmann musste in Extremnis retten.

Eine fünf Minuten Strafe für gar nichts
Von Minute zu Minute wurden die Z Fans nervöser, die eigene Mannschaft brachte keinen vernünftigen Angriff auf die Reihe. Es zeichnete sich ein ungemütliches Spiel ab für den Z, von der 7:1 Gala vom letzten Dienstag war man Meilenweit entfernt. Erster negativer Höhepunkt war das 1:0 für das Heimteam. Flüeler konnte eine Scheibe nicht festhalten und der Abpraller war im Tor. Unzureichende Verteidigung, gepaart mit einem unglücklichen Flüeler waren Ursache für diesen Treffer. Eine fünf Minuten Strafe gegen Bergeron, der Gobbi vermeintlich fair checkte, musste so unter die Dusche. Eine Strafe die so in dieser Form mehr als fraglich war und als ob dies nicht reichte, da musste Shannon auch ein Eigengoal verarbeiten. Es war typisch für dieses Spiel, der Z wirkte eingeschränkt, die Lausanner clever und kämpferischer. Das 2:0 war mehr als ein weiteres Tor, es war ein Wegweiser für diese Partie und vielleicht für diese Serie.

Trotz Anschlusstreffer kaum mehr gefährlich
Die Zûrcher konnten nicht mehr ausreichend veschleunigen, sie scheiterten nicht nur an Lausanne, sondern eben auch an sich selber. An der Qualität mangelte es sicher nicht, aber sehr wohl am Verständnis im richtigen Moment Playoffhockey zu spielen. Das 2:1 von Bärtschi – in der 47. Minute – brachte zwar noch etwas Hoffnung, aber eigentlich auch keine Wende!

Nun, was bedeutet diese Niederlage? Man muss es klar formulieren, wir stehen 60 Minuten vor dem Aus. 60 Minuten vor dem Sommer. 60 Minuten vor der totalen Blamage. 60 Minuten vor dem nichts. Wenn noch irgendjemand die Ernsthaftigkeit der Situation nicht erkannt hat, dann darf er am Dienstag gerne zuhause bleiben. Jetzt braucht es alle! Mir wänd de Halbfinal und nix anders…