Ein selbstverschuldetes Zusatzspiel

ZSC – HC Lausanne 1:2 (0:0, 1:2, 0:0)

Im fünften Spiel dieser Serie gab es bereits den ersten Matchpuck für den Z, die Überlegenheit wurde ab Spiel zwei deutlicher und deutlicher. Man musste die grösste Gefahr heute Abend fast darin orten, dass die Zürcher Lausanne etwas unterschätzen würde. Auch wenn die Spieler von Crawford dies mehrmals verneinten, so war dies kein einfaches Spiel im Kopf. Zu Gute kam dem Z, dass er weiterhin das volle Kader ausschöpfen konnte.

Deutlich besser, aber ohne Tore
Von Beginn an übernahm der ZSC die Rolle des Favoriten, er erspielte sich schnell viele Chancen und Lausanne sah den Puck des Öfteren nur beim Gegner. Aber die Zürcher machten nichts oder eben zu wenig aus den vorhandenen Chancen. Man hätte in diesem Drittel gut und gern mit zwei oder drei Treffern führen können. Aber er tat es nicht.

Trotz Führung keine Sicherheit
Im zweiten Drittel sollte sich dies ändern und es tat es auch. Nach 24. Minuten verwertete Shannon ein Zuspiel von Schäppi. Shannon kam allein vor Huet zum Abschluss und dieser Puck fand den Weg ins Tor. War dies der Befreiungsschlag? Nein, die Zürcher waren in der Folge weiterhin zu wenig konsequent und zu viele Chancen blieben weiterhin ungenutzt. In der 30. Minute dann, nach einer etwas fragwürdigen Strafe, folgte die Quittung dafür. Den Schiedsrichtern aber allgemein die Schuld zuzuweisen für diesen Spielstand, wäre mehr als falsch. Der Z hätte diese Partie selber für sich vorentscheiden können, aber eben er tat es nicht. Lausanne merkte dies und wurde frecher und frecher, ja es schien fast, als würde sich das Spiel noch wenden. Nach 39. Minuten verwertete Deruns ein Eins-Eins gegen Flüeler. Dies nach dem der Z in der Offensive einen Puck vertendelte und Lausanne den Konter fuhr.

Der Z ohne Chance
Was man im letzten Drittel zu sehen bekam, war dann erfolgreiches Betonhockey. Lausanne mauerte, mauerte und mauerte.. unfassbar, aber sie machten dies mit Erfolg und der besass kaum mehr eine Chance. Die Zeit verstrich und dem Z gingen die Ideen aus. Als nach 60. Minuten, beim Stand von 1:2, die Sirene erklang, da musste man sich an den Kopf fassen. Wer so überlegen ist und es dennoch nicht packt, der hat eine zusätzliche Reise nach Lausanne echt verdient. Wir sind schlicht selber verantwortlich!

Da halfen auch die vielen Durchhalteparolen der Mannschaft nicht! Will man nicht noch einmal ein Heimspiel in dieser Serie, dann muss da noch einmal eine ordentliche Steigerung her.