War dies bereits der Durchbruch?

HC Lausanne – ZSC 1:7 (1:1, 0:3, 0:3)

Spiel vier in der Serie sollte zu einem der entscheidenden werden; die grosse Frage war: kommt Lausanne noch einmal in diese Serie zurück oder kann der ZSC eine Vorentscheidung herbeiführen? Würde das frenetische Lausanner Publikum ihre Spieler noch einmal zu Höchstleistungen bringen oder war die Penaltyniederlage vor fünf Tagen doch etwas viel für die Moral der Spieler von Heinz Ehlers?

Der Z versuchte sein Glück wieder mit demselben Kader, wie er am Samstag den Sieg einfuhr.

Trotz Führung ein Unentschieden zur Pause
Man stellte schnell fest, dass der Z heute das Spieldiktat von Beginn weg an sich reisen. Bereits nach fünf Minuten haute Wick die Scheibe in die Maschen, nach dem er um das Tor von Huet kreiste und alle Verfolger abschüttelte. In der Folge hatte der Z noch einige Chancen, diese Führung auszubauen, aber er brachte die Scheibe nicht über die Linie. Wie bereit der Z aber war, zeigte sich in der 13. Minute; die Paradelinie um Cunti und Nilsson stand auf dem Eis und lies es kurzfristig ordentlich krachen. Ein gutes Zeichen für das Team, aber der Torerfolg blieb aus, ja es wurde noch schlimmer. Während einer Powerplaysituation in der 17. Minute glich Lausanne aus und brachte das Publikum zum Toben. Die Hoffnung zurück und der Z musste wieder von Null an beginnen.

Das wohl entscheidende Drittel
Von Null an war es eben nur in dieser Partie, denn allgemein hatte der Z Lausanne nun im Griff und das Mitteldrittel sollte den Knoten endgültig lösen. Eröffnet wurde das Feuer durch Cunti, der eine Powerplaysituation zum 2:1 ausnutzte. Er stand nach einem Abpraller von Huet bereit und haute das Hartgummi in die Maschen. Lausanne bäumte sich noch einmal auf, aber in der 29. Minuten folgte der nächste Hammer. Diesmal zog Stoffel von der blauen Linie ab und traf mit einem Handgelenkschuss zum dritten Zürcher Treffer. Mehr und mehr lies das Spiel des Heimteams nach und der Z wurde von Sekunde zu Sekunde besser. Kurz vor Ende des Drittel gab es noch den vermeintlichen Todesstoss: Keller wurde weltklasse angespielt, zog allein auf Huet und vernaschte diesen wieder. Was er bereits im letzten Spiel tat, wiederholte er in dieser Partie.

Die Dominanz zum Schluss der Partie
Das Heimteam hatte sich nun tatsächlich aufgegeben, der Z konnte fast nach Belieben Schalten und Walten. Vom LHC kam nun beinahe keinen Widerstand mehr und Huet war nun auch nicht mehr in seiner Topform. Den endgültigen Deckel legte Shannon über dieses Spiel, als er in Unterzahl gegen Huet im 1:1 siegreich blieb. Das 1:5 war zu viel, es brachen nun alle Dämme, die noch hielten. Nach 55. Minuten – diesmal im Powerplay des Z – passte McCarthy per Slapshot zu Keller und der haute den Puck wieder in die Maschen. Ganz zu Ende war es aber noch nicht, denn Kenins erzielte nach 58. Minuten noch den siebten und letzten Treffer.

Die Kurve mit den mitgereisten Fans natürlich schon länger ausser sich. Der Vollerfolg wurde frenetisch gefeiert und vielleicht, so hoffte man bei allen Z Fans, war dies der letzte Ausflug nach Lausanne. Trotzdem war auch dieses Spiel nicht ganz von unnötigen Sicherheitsmassnahme überschattet, aber dies soll aktuell noch nicht in Zentrum stehen; mir händ gunne und dLausanner Polizei gli wohl nix meh ztue 😉