Ein Denkzettel zu Beginn der Serie

ZSC – HC Lausanne 1:4 (0:3, 1:0, 0:1)

Endlich ging es also los, die Playoffkampagne 2014 startete für den ZSC mit dem achtplatzierten HC Lausanne, der auf dem Papier die klare Aussenseiterrolle einnimt. Gewarn wurden die Zürcher aber ausreichend, nicht nur vom Trainer sondern auch von den Medien. Immer wieder wurde aufgezeigt, was 2006 passierte, als Bern ähnlich dominant die Qualifikation abschloss. Nun, hoffen wir, dass es nicht soweit kommen würde. Ein kleiner Rückschlag gab es bereits, der ansonsten so zuverlässige Patrick Geering fällt zu Playoffbeginn für eine Woche aus. Die Lücke konnte aber durch das breite Kader problemlos gefüllt werden.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt
Vor dem Spiel wurde viel hin und her diskutiert, ja die Lausanner seien ein „zächer“ Gegner, aber eigentlich müsse ein Sieg über fünf oder sechs Spiele schon machbar sein. Den ersten Schock aber gab es bereits nach 12 Sekunden, da wurde Lukas Flüeler zum ersten Mal bezwungen. Es brauchte nun eine Reaktion, die zwar auf dem Feld zu sehen war, aber noch lange nicht auf der Anzeigetafel. Nein, es kam noch schlimmer, Zürich spielte und Lausanne traf. Ein zweites und ein drittes Mal in diesem ersten Drittel. Der Z und die meisten seiner Anhänger konsterniert. Trotz Diskussionen um die Überlegenheit der Zürcher, so war dieser Rückstand dennoch ein herber Dämpfer. Gefährlich ist eben alles, was man innerlich nicht als gefährlich akzeptiert.

Reaktion aber keine Wende
Es war nicht so als hätten die Lausanner den Z überrannt, im Gegenteil, aber sie hemmten mit den schnellen Treffern das Zürcher Spiel. Ja, sogar ein Torhüterwechsel wurde nötig – Wolf für Flüeler. Dieser Wechsel war durchaus positiv, aber er wirkte sich erst in der 33. Minute in Form eines Tores aus. Bärtschi zog im Powerplay ab und sein Schuss wurde von den Lausannern abgelenkt, bis er im Tor landete. Nun kehrte wieder Hoffnung und Stimmung in die Halle zurück. Der Z wieder am Drücker und ein erneutes Tor hätte wohl die Wende bedeutet, doch es fiel noch nicht.

Zu wenig zum Schluss
Noch nicht, dies hoffte man zumindest auf Zürcher Seite. Aber es wollte nicht fallen, dieses doch so wichtige Tor. Es plänkelte dahin, dieses dritte Drittel und mit jeder Minute auch die Hoffnung auf eine Wende. Dann knallte es auch noch an der Torumrandung von Huet – nicht weniger als dreimal war der Gästetorhüter geschlagen, aber das Aluminium rettete und so wollte es nicht kippen, dieses Spiel. Ja, es kam sogar noch schlimmer, die Lausanner schossen noch den vierten Treffer und besiegelten so die Überraschung zu Beginn.

Symbolisch für die Leistung der Zürcher war, dass während die routinierten Spieler in der Garderobe wohl den Frust verdauten, der junge Tim Wolf deslr lechzenden Medienschar Red und Antwort stand. Die Führungskräfte zeigten heute nicht die Leistung, die nötig gewesen wäre. Es mangelte heute an fast allem: an der Härte, am Spielaufbau, am Publikum und vor allem an den Toren.

Come on Guys! Jetzt bruchts e Reaktion, aber verlore isch nix ah.

2 Gedanken zu „Ein Denkzettel zu Beginn der Serie

  1. Es mangelt vor allem an den Toren, Chancen hatte man ja genug. Schon am Ende der Quali tat sich der ZSC schwer um die Chancen zu verwerten. Ein Dämpfer zur rechten Zeit.

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