Eine seltsam wichtige Partie zum Ende

Wenn die beiden letzten Schweizermeister am letzten Spieltag aufeinander treffen, dann dürfte dies doch normalerweise maximal ein Spiel um Ruhm und Ehre sein. Nicht so aber morgen, der SC Bern steht nach einer verpatzen Saison mit mehr als nur einem Bein in den Play-Outs. Wenn er morgen Abend im Hallenstadion seine letzte Qualifikationspartie beginnt, dann muss vieles für sie laufen, dass sie sich eine Woche später wieder an derselben Stelle befinden dürfen, dann nämlich zum ersten Viertelfinal Spiel.

Ein Blick immer auf den Totomat
Für den ZSC ist diese doch eher unerwartete Ausgangslage eine durchaus willkommene Sache, denn die Zürcher sind seit über zehn Spielen bereits im Vorbereitungsmodus und dies ist, wie wohl alle verstehen, nicht immer ganz einfach. Morgen dürfte, auch wenn die Bern aktuell kaum in Topform sind, ein unglaublich gewillter und kämpfender Gegner auf dem Eis stehen – gut möglich also, dass wir morgen Abend bereits Playoffhärte erleben dürfen. Der SCB liegt am Boden, er braucht die Punkte und muss zudem immer hoffen, dass die Lausanner in Fribourg Punkte liegen lassen, am besten sogar verlieren. Mit einem Auge werden die Berner, zumindest die Fans, immer auch einen hoffenden Blick auf den Totomat werfen.

Spielereien und Spekulationen unterlassen
Theoretisch könnte der Z also einen kleinen Teil in diesem Kampf um den letzten Platz mitbestimmen, er tut sich aber gut daran, sich hier gar nicht auf Experimente hinauszulassen. Stellen wir uns nur einmal vor, die Berner würden diese Partie morgen gewinnen, der HC Lausanne in Fribourg punkte abgeben und der SC Bern dürfte im Viertelfinal gegen den favorisierten Qualifikationssieger auflaufen. Eigentlich könnte hier nur einer gewinnen! Das Team von Crawford muss also die drei Punkte als Ziel herausgeben um gleich alle Art der Rechnereien müssig werden. Trotzdem: Wer Meister werden will muss alle schlagen!