Am Schluss ohne Probleme zum Kantersieg

ZSC – SC Rapperswil-Jona 9:3 (1:1, 5:1, 3:1)

Für die Jungs von Anders Eldebrink geht es seit längerem nicht mehr um Punkte, sondern viel mehr um die Vorbereitung auf die bereits fix gebuchten Playouts. Theoretisch könnte Rapperswil noch auf Rang 11. vorstossen, aber ob dies am Ende noch den entscheidenden Unterschied ausmacht, ist zu bezweifeln. Beim Z dagegen schien die Sicherung des Qualifikationssieges nur noch eine Frage der Zeit. Aktuell liegen 14 Punkte zwischen ihnen und dem zweitplatzierten Fribourg. Noch 21 Punkte könnte das Team von Thibaut Monnet erreichen in den letzten sieben Partien. Oder anders gesagt, der ZSC könnte sich mit einem Vollerfolg, wenn Fribourg keine Punkte einfahren kann, quasi als Qualifikationssieger feiern lassen.

Aber alles nur Zahlenspielereien, alleine die Möglichkeit sich darüber zu unterhalten, zeigt auf, wie stark der Z aktuell ist und mit welchen „Problemchen“ er kämpft.

Ein Gurkenmatch zu Beginn
Bei dieser Ausgangslage konnte natürlich kein Topspiel erwartet werden und genau so war es dann auch. Rapperswil mit etwas mehr Biss, aber nicht mit der nötigen Klasse. Dagegen fehlte es beim Z mehr am letzten Willen. Vorerst aber konnte Tim Wolf alle Chancen der Ostschweizer vereiteln. Bis zur 14. Minute und einem Taucher von Schnyder, da lag die Scheibe hinter Wolf. Es kam noch besser für die Gäste, denn wenige Sekunden danach konnten sie in Überzahl agieren, aber es kam etwas anders als sich dies Eldebrink und Zeiter wünschten. Keller wurde im Unterzahlspiel lanciert und verwertete die Scheibe souverän. Man hatte das Gefühl, dass die Zürcher sobald es nötig wurde, zulegen konnte und Rapperswil an die Wand drückte. Mehr war in diesem Drittel nicht mehr nötig und so stand es 1:1 nach 20 Minuten.

Der Durchstart im Mitteldrittel
Das Mitteldrittwl dagegen brauchte nur wenig Anlaufzeit, bereits nach drei Minuten führten die St. Galler wieder. Wolf erneut geschlagen, doch der Z erneut nit der postwendenden Antwort. Bastl verwertete einen Abpraller, den Shannon durch seinen Schuss provozierte bei Aebischer. Nun drehte der Z auf und Rapperswil konnte man nur bemitleiden. Eine Minute nach dem Ausgleich war es Fritsche der durch die gegnerische Zone kurvte und zur Führung abschloss. Jetzt hatte der Z Chancen im Sekundentakt, doch bis zur 35. Minute verhinderte Aebischer und dessen Torumrandung weitere Gegentreffer. Dann aber war es Cunti, der mit Nilsson und Wick einen Angriff fuhr, was bei Rapperswil zur totalen Panik führte, und dessen Passversuch im Tor landete. Panik auch wieder durch dieselbe Linie in der 37. Minute, hier war es Nilsson, der sich feiern lassen durfte. Er verwertete volley, nach den Schüssen von Wick und Seger, die beide nur unzureichend abgewehrt wurden. Rapperswil nun quasi inexistent und Blindenbacher nach 40. Minuten mit dem sechsten Treffer für den Z.

Fast noch ein „Stängeli“ zum Schluss
In den ersten zehn Minuten im letzten Drittel gab es wenig spannendes zu berichichten. Was folgten, waren die Minuten von Baltisberger, zuerst traf er in der 51. Minuten nach einem Gestocher vor dem Tor von Rapperswil zum 7:2. Zwei Minuten später legte Cunti nach, nach einer wunderbaren Vorlage von Wick. Der Topskorer setzte sich auf der Seite durch und brachte den perfekten Pass an. In der 54. Minute machte Rapperswil noch den dritten Treffer, doch dieser hatte keinen Einfluss mehr, im Gegenteil, der Z dadurch wieder etwas angespornt. Baltisberger kam in der 59. Minute von der Strafbank, wurde lanciert, vernaschte den letzten Verteider und den Torhüter. Woooow, das neunte Z Tor war zugleich das sehenswerteste an diesem entspannenden Abend. Die Fans lehnten sich soweit aus dem Fenster, dass sie Wolf aus dem Tor forderten um das „Stängeli“ zu vervollständigen. Doch Crawford verzichtete darauf und so blieb die totale Demütigung den St. Gallern erspart.

Aber der Z war heute, sofern es nötig wurde, die viel bessere Mannschaft und feierte einen mehr als verdienten Sieg!…