Tim Wolf, vier Sekunden und ein Derbysieg

EHC Kloten – ZSC 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)

Mit dem sechsten Zürcher Derby am heutigen Sonntag geht es in die letzte Woche vor der langen Olympiapause. Beim Z kehrte heute Bergeron zurück in die Mannschaft, dafür war Ronalds Kenins fraglich. Krank gemolden wurde heute Lukas Flüeler, für ihn war Tim Wolf im Tor. Mit einem Sieg gegen Kloten würde der ZSC einen wichtigen Schritt in Richtung Qualifikationssieg machen.

Tim Wolf und ein starker Auftritt
Von Beginn an, machte der Z klar, wer diese drei Punkte mehr wollte. Der UZ kombinierte stark, gewannen viele Zweikämpfe und waren allgemein die bessere Mannschaft. Doch trotz teilweise drückender Überlegenheit konnte der Z vorerst keinen Profit daraus ziehen. Es brauchte bis zur Drittelshälfte und einer doppelten Überzahl für das Heimteam, ehe Kloten zu grossen Chancen kamen. Fast 100 Sekunden doppelte Überzahl blieb aber ungenutzt, genauer gesagt die Zürcher wehrten sie ab. Vor allem Tim Wolf zeigte einige unglaublich geile Paraden, welche den EHC in die Verzweiflung trieben. Es war aber nicht nur er mit seinen Paraden, sondern auch das gesamte Team durch die vielen geblockten Schüsse, waren Ursache für das Überstehen der Unterzahl. Im restlichen Drittel gab dann wieder der Z den Ton an, wenn auch etwas weniger deutlich wie vor den Strafen. Torlos blieb es dennoch bis zum Ende des Drittels.

Zwei starke Torhüter verhindern die Tore
Das Mitteldrittel ging ausgeglichener, dafür mit mehr Emotionen über die Bühne. Beide Goalies, sowohl Flückiger, wie auch Wolf, waren sehr gut aufgelegt und verhinderten mehr als einmal eine riesen Chance. Doch die Gangart im zweiten Drittel wurde härter und es kam, trotz Sonntagsnachmittagsspiel, etwas an Derbystimmung auf. Höhepunkt der Emotionen war in der 24. Minute ein Check in den Rücken von Vandermeer gegen Senteler. Kenins rächte diesen Angriff und musste dafür ebenfalls in die Kühlbox. Doch egal ob in Über- oder Unterzahl beide Teams brachten keine Tore zu Stand.

Vier Sekunden und ein Derbysieg
Die torlose Phase hielt an, es war kein Spektakel der Tore, aber ein grosser Nachmittag beider Torhüter, die alles, aber auch alles hielten. Im Schlussabschnitt aber war Kloten dem ersten Treffer näher. Sie zogen immer wieder ihre Kreise um Wolf, aber scheiterten jedesmal aufs Neue an der „Nummer 1“ von Crawfords Team. Je näher das Ende des dritten Drittels kam, desto zurückhaltender wurden die beiden Teams. Leichte Vorteile aber weiterhin beim EHC, die es aber ebenfalls verpassten, den ersten und wohl entscheidenden Treffer zu erzielen. Als fast alle schon mit einer Verlängerung rechneten, da setzte der Z zum letzten und finalen Angriff an. Keller kam alleine und ungehindert zum Abschluss und er erlöste den Gästesektor. Unglaublich, unfassbar geil, weltklasse!

Nach dem Spiel wurde Wolf absolut zu Recht gefeiert und der junge Mann hatte sich dies echt verdient! Müsste man einen Kritikpunkt anbringen, dann wäre es wohl das Powerplay gewesen, welches heute nicht funktioniert hat. Alles andere war sehr gut und die drei Punkte sind der fast sichere Qualisieg, besonders darum, weil Fribourg nach Verlängerung verlor…

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3 Gedanken zu „Tim Wolf, vier Sekunden und ein Derbysieg

  1. Wolf hat das höhere Potenzial als Luki. …Und ohne Nilsson sind Wick und Cunti leider nur halb so viel wert….

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