Vom 0:3 zum 4:3 – das Spektakel im Hallenstadion!

ZSC – HC Davos 4:3 (0:0, 1:3, 3:0)

Die Niederlage gegen den Angstgegner HC Fribourg-Gotteron passte den Zürcher so gar nicht, sie verpassten es ihre grandiose Form auszunutzen und an dieser Situation etwas zu verbessern. Im praktisch ausverkauften Hallenstadion wollten die Zürcher jedenfalls sicherlich nicht noch eine Niederlage hinnehmen müssen. Es war erst die dritte Niederlage aus den letzten 17 Spielen und eine vierte war nicht das Ziel.

Schneller und zielstrebiger Beginn
Sofort merkte man, wer diesem Spiel den Stempel aufdrücken wollte. Der ZSC bereits nach wenigen Sekunden vor Leonardo Genoni aufzufinden und mit den ersten Chancen. Nach acht Minuten durfte sich das beste Powerplay der Liga zum ersten Mal versuchen, aber die Davoser schafften es mit viel Mühe die Unterzahlsituation zu überstehen. Im ersten Drittel war der ZSC die bessere Mannschaft, aber sie konnten aus ihren Chancen nichts zählbares herausziehen. Herausragend war die Technik und die Präsenz, welche die Zürcher Mannschaft an den Tag legte.

Zürich besser, Davos effizient
Zu Beginn des zweiten Drittels war das Kräfteverhältnis ausgeglichener, die Zürcher aber weiterhin mit leichten Vorteilen auf ihrer Seite. Das erste Tor für den Z wäre längst überfällig gewesen, doch in der 25. Minute kam es anders. Davos legte ihrerseits den ersten Treffer vor und dieser hatte eine Schockwirkung beim ZSC, denn nur Sekunden danach stand es schon 2:0. Eine bittere Pille innerhalb von Sekundenfrist 2:0 im Rückstand zu liegen. Nun brachen fast alle Dämme, denn zwei Minuten später machte Bürgler den dritten Treffer für den HCD. Crawford hatte davon nun genug und setzte durch den Wechsel von Flüeler auf Wolf ein Zeichen an die Mannschaft. Beim ZSC ging nun gar nichts, selbst beste Chancen im Powerplay konnten sie nicht nutzen. Erst in der 33. Minute „wurschtelte“ sich Kenins gegen einen Verteidiger von Davos durch und konnte die Scheibe irgendwie an Genoni vorbeispitzeln. War dies der erste Schritt zur Wende? Am Spiel änderte sich wenig, die Zürcher weiterhin die deutlich bessere Mannschaft, aber irgendwie vor dem Tor noch nicht so erfolgreich, wie gewünscht.

So ging es mit einem 3:1 in die zweite Pause und der ZSC hatte einige Arbeit vor sich um diese Partie noch zu wenden.

Die Sensation gepackt – die Wende geschafft!
Mit dieser Herausforderung im Fokus nahm das Team von Marc Crawford dann die letzten 20 Minuten in Angriff. Es brauchte noch mindestens zwei Tore und nach 47. Minuten gab es dann das erste. Fritsche verwertete einen blinden Pass von Schäppi, als er alleine vor dem Tor stand, zum 2:3 Anschlusstreffer. Nun war die Hoffnung endgültig wieder vorhanden, alle auch die Fans glaubten nun wieder an das fast „Unmögliche“. Es bahnte sich etwas ganz Grosses an im Zürcher Hallenstadion, dies deutete bereits die 48. Minute an. Dort wurde ein Tor der Zürcher aberkannt, aufgrund eines Torraumoffsides von Kenins. Ein fragwürdiger Entscheid deshalb, weil Kenins absichtlich dorthin von einem Davoser befördert wurde.

In der 50. Minute brachen dann alle Dämme, der Ausgleich war Tatsache. Mike Künzle beförderte die Scheibe hinter Leonardo Genoni und brachte die Halle so richtig zum Kochen. Nun war es die totale Dominanz des ZSC, welcher heute sowieso über die gesamte Spieldauer die aktivere und bessere Mannschaft war. Eine Minute später war dann der Tempel in Oerlikon endgültig ein Tollhaus, erneut der ZSC, erneut ein Tor und zum ersten Mal die Führung. Woooow! Roman Wick verwertete ein Zuspiel von Nilsson und brachte das Spiel endgültig in die richtigen Bahnen. Ein 3:0 so zu wenden, dass ist schlicht und ergreifend grosses Kino. Auch nach der erstmaligen Führung hatte der HCD wenig Möglichkeit sein Spiel zu entfalten, zu dominant und überlegen der ZSC. Das Heimteam konnte es sich sogar leisten, grosse Chancen in den letzten Minuten auszulassen.

Dieser Sieg war mehr als drei Punkte Wert. Der ZSC zeigte nicht nur sich selber, sondern auch der gesamten Konkurrenz, wie stark er ist und dass er sich auch durch Rückstände nicht aus dem Konzept bringen lässt. Ganz eine starke Leistung heute…

Ein Gedanke zu „Vom 0:3 zum 4:3 – das Spektakel im Hallenstadion!

  1. „Mike Künzle beförderte die Scheibe hinter Leonardo Genoni und brachte die Halle so richtig zum Kochen.“ ??? An welchem Match wart Ihr bitte?? Stimmung war etwas vom traurigsten das ich je erlebt habe bei einer vollen Halle!!! Echt ne Schande…..Null Stimmung….“Pfui“!

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