Der ZSC gibt das Spiel innhalb von 10 Sekunden aus der Hand

Fribourg-Gotteron 4:2 ZSC (0:1; 3:0; 1:1)

Die Zürcher reisten heute als souveräner Leader zum Angstgegener Fribourg-Gotteron und wollten nach 4 Jahren endlich wiedermal als Sieger aus Fribourg heimkehren.

Zürcher Führung nach 9. Minuten

Beide Teams begannen die Partie engagiert. Jedoch blieben die guten Chanen auf beiden Seiten  aus, da auf beiden Seiten sehr konsentiert verteidigt wurde. Es brauchte schon einen kleinen Energieanfall von Ligatopskorer Roman Wick,  dass es vor dem Tor von Conz gefährlich wurde. Auch als Wick in der Verteidigung hängen blieb, liess er sich davon nicht beirren und versenkte den Puck wie Pfosten  zum 0:1 für den ZSC nach 9. Minuten. Auch in der Folge waren gute Chancen auf beiden Seiten Mangelware, Ryan Keller und Luca Cunti vergaben die besten auf Zürcher Seite. Erst in der 19. Spielminute wurde es wieder gefährlich, als ein Zürcher Powerplay lief, jedoch nicht vor dem Fribourger Tor, sondern vor Lukas Flüeler. Dieser konnte die Situation aber mit Müh und Not entschärfen und so ging es mit der Zürcher Führung in die Pause.

Fribourg wird stärker und drückt auf den Ausgleich

Die Drachen kamen nun wesentlich stärker aus der Kabine und nahmen das Spielgeschehen vermehrt in die Hand. Die Zürcher hat nun sichtlich Mühe einen geordneten Spielaufbau zu kreieren und so blieben die Zürcher Grosschancen aus. Ganz anderes sah es auf der Gegenseite aus – Fribourg nun mit viel Zug zum Tor, doch der ZSC verteidigte wie gewohnt stark und konnte so die knappe Führung lange Zeit verteidigen. In der 34. Minute viel der Ausgleich dann doch noch, Marc-Andre Pouliot mit zu viel Platz im Slot und dies nützte der Kanadier eiskalt aus und versenkte den Puck im Tor von Lukas Flüeler. Kurz darauf bot sich den Zürcher im Powerplay die Chance wieder in Führung zu gehen, doch heute wollte das stärkste Powerplay der Liga nicht wirklich funktionieren. Und kaum war die Strafe gegen Fribourg abgelaufen, kassierte der ZSC eine Strafe. Die Saanestädter zeigten den Zürcher wie das geht und Benny Plüss brachte Gotteron zum ersten Mal an diesem Abend in Führung. Keine 10 Sekunden später lag der Puck schon wieder im Zürcher Tor – 3:1 für Fribourg-Gotteron in der 39. Minute. Die Zürcher völlig von der Rolle – für einen kurzen Moment im Tiefschlaf. So wird das nichts mit dem ersten Sieg in Fribourg seit 4 Jahren, wird sich so mancher ZSC Fan in der zweiten Pause gesagt haben.

Wann kommt der Zürcher Anschlusstreffer?

Der ZSC wieder mal im Rückstand nach zwei Dritteln. Kann er dies noch drehen, wie so oft in letzter Zeit, dies war die Frage welche sich vor dem letzten Drittel stellte. Die Zürcher machten sich so gleich daran dieses Unterfangen in die Tat umzusetzen. Der ZSC war nun deutlich am Drücker und wurde dafür in der 46. Minute belohnt – Patrick Bärtschi verkürzte mit einem schönen Schuss ins Lattenkreuz auf 3:2. Und die Zürcher setzten so gleich zum Ausgleich an. Stoffel, Wick und Senteler scheiterten jedoch an Conz. Die Fribourger machten es im Gegenzug deutlich besser – Birbaum mit dem Schuss von der Blauenlinie und Marc-Andre Pouliot versenkte den Abpraller zum 4:2 im Netzt. Dies knickte die Zürcher Hoffnung auf eine weitere Wende erheblich, auch weil Ronald Kenins kurz darauf für einen Hohenstock für 4 Minuten auf die Strafbank wanderte. Für einmal blieb das Fribourger Powerplay jedoch harmlos und als Kenins zurück kam blieb dem ZSC noch fast 8 Minuten für zwei Tore. Doch Gotteron verteidigte weiterhin sehr solide und liess die Zürcher nicht mehr heran kommen. Und so blieb es auch heute dabei: Der ZSC kann in Fribourg einfach nicht mehr gewinnen. Morgen steht schon das nächste Spiel Zuhause gegen den „Mir hend ja so viel Verletzti, jammeri HCD“ an.