Ein Derbysieg für den Start in das Arbeitsjahr

EHC Kloten – ZSC 3:4 (1:0, 1:1, 1:3)

Bei Kloten entstand, nach dem im Hallenstadion am Donnerstag durch deren eigene Fans gezündet wurde, einiges an Nervosität. Denn es waren aller Art Fanmaterialien verboten, selbst Spruchbänder und sonstiges waren untersagt. Offensichtlich scheint die toll gelobte Sicherheitsüberwachung im Stadion, doch nicht so gut zu sein, dass man sich darauf verlassen konnte. Die Zürcher jedenfalls brachten das Kredo: „Zämestah geg d’Willkür“ trotzdem ins Stadion – ein klares Zeichen gegen diverse unnötige Massnahmen in und um Hockeystadien.

Ein Sonntagsdrittel zu Beginn
Mit dem ersten Puckeinwurf begann ein Drittel, welches zu einem Sonntagsspiel passt. Beide Teams nur bescheiden auf Betriebstemperatur. Ein meist lauwarmes Hin- und Her war die logische Konsequenz davon, beide Teams hatten Chancen, aber wurden nie wirklich zwingend vor den gegnerischen Torhütern. Selbst in den beiden Powerplays, wovon beide je eines hatten, waren die vorhandenen Chancen keinenfalls zwingend. Ein Tor fiel trotzdem und dann noch für das falsche Team. Der EHC, welcher heute in den Retroshirts auflief, machte in der 16. Minute den ersten und einzigen Treffer in diesen ersten 20 Minuten.

Beide ein Tor und ein ähnliches Bild im Mitteldrittel
Für das zweite Drittel erhoffte man sich mehr, aber es wurde nicht zwingend besser. Zuerst machte Kloten in der 31. Minute den zweiten Treffer, bei dem Lukas Flüeler die Sicht verdeckt war. Der Schuss war, ähnlich wie schon beim ersten Treffer, weder zwingend noch stark. Aber beide Pucks landeten im Tor und so führte der Kantonsrivale nach knapp der Hälfte der Spielzeit mit zwei Längen. Es brauchte nun eine Reaktion und diese kam. Cunti wurde herrlich bedient von Kenins und hatte keine Mühe die Scheibe ins leere Tor unterzubringen. Der Treffer war nicht nur wichtig für die Fans, sondern auch für die Mannschaft, nun glaubten sie fast schlagartig wieder an sich und den Erfolg.

Eine geile Wende zum Schlussdrittel
Zuerst aber brauchte der Z noch einmal gut zehn Minuten um diese neue Hoffnung in etwas zählbares umzumünzen. Nach einem Gestocher vor dem Tor von Flückiger gab es den Ausgleich, welcher Reto Schäppi zugesprochen wurde nach dem die Schiedsrichter das Video begutachtet hatten. Noch einmal erlebte der Z nun einen Aufschwung, den er nur 50 Sekunden später zur erstmaligen Führung nutzte. Shannon diesmal der Torschütze, der von Wick bedient wurde. Wenn Kloten nun versuchte diese Partie noch einmal zu drehen, dann taten sie dies schlecht. Der Z nun fast Non-Stop im Vorwärtsgang und in der 56. Minute erneut erfolgreich, und wie! Nilsson stürmte in die Zone, legte zurück auf Kenins, dieser passte zu Cunti und der vernaschte noch den Torhüter. 4:2 gut vier Minuten vor Ende lagen die Zürcher in Front und mussten sich noch einmal in Unterzahl verteidigen. Ein Glückstreffer schaffte es noch hinter Flüeler, aber zu mehr reichte es dann nicht mehr, zu souverän waren die Zürcher in den letzten Sekunden.

Am Ende war es der Derbysieg Nummer Eins in diesem Jahr. Eine wichtige Reaktion auf die Niederlage vom Donnerstag. Weiter geht es am Dienstag in Lugano, hoffentlich mit dem nächsten Sieg!

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