Der elfte Streich, der folgt sogleich…

ZSC – EHC Biel 6:3 (2:2, 0:0, 4:1)

Ein letztes Mal mussten die Zürcher noch auf die Zähne beissen und sich verausgaben für den möglichen elften Erfolg in Serie. Auch heute fehlte, neben den Langzeitverletzten Kenins, Seger und McCarthy, mit Nilsson eine weitere Stammkraft. Dass dies keine Ausrede sein dürfte, sah man gestern gegen den EV Zug nur zu gut. Dennoch wurde von Biel mehr Gegenwehr erwartet, als gestern von Zug. Erwartungen weckte auch der erste Auftritt von Jonas Siegenthaler, welcher erst 16 Jahre alt ist und bisher bei GCK eine tolle Saison absolvierte.

Besser, aber nicht in Führung
Schnell begann es auch heute, so wie es die letzten zehn Partien endete. Der Z in Führung und zwar durch Wick, der eine wunderbare Passkombination über Geering und Sandro Zangger abschloss. Gespielt zu diesem Zeitpunkt acht Minuten. Im Anschluss wurde die Zürcher Überlegenheit noch etwas deutlicher. Aber es kam die 14. Minute und ein Powerplay für Biel, welches die Seeländer ausnutzen konnte. Der Ausgleich brachte den ZSC, insbesondere aber Lukas Flüeler. In derselben Minute liess er einen einfachen Handgelenkschuss passieren. Dieser Treffer muss der ZSC Torhüter absolut auf seine Kappe nehmen! Es hätte in der 18. Minute gar schon zum dritten Treffer für Biel kommen können, doch der Konjuktiv blieb Sieger. Im Gegenstoss gab es dann dafür den Ausgleich, Senteler verwertete in der Mitte zum Ausgleich.

Keine Tore im Mittelabschnitt
Dieser Ausgleich war ein Beispiel für das fast endlose Selbstvertrauen der Zürcher. Auch zu Beginn des Mittekdrittels war der Z dann wieder die bessere Mannschaft, verpasste aber alle Chancen auf die erneute Führung. In einer Unterzahl, ungefähr in der Mitte des Spiels, wurde dann die nicht mehr vorhandene Frisch und Spritzigkeit ersichtlich. Die Beine der Zürcher Spieler wirkten kraftlos. Gemeinsam aber Überstand man auch dieses Drittel. Offensiv war der Z weiterhin aktiv, aber in der Defensive fehlte es den Zürcher schon einige Male um die Ordnung zu halten.

Am Schluss der elfte Vollerfolg in Serie
Das letzte Drittel vor der Nati-Pause begann dann gleich mit einem Powerplaytreffer. Bastl bediente Trachsler und dieser machte seinen zweiten persönlichen Treffer klar. Er stand alleine vor Meili und versenkte die Scheibe aus dem Slot. In der 49. Minute hämmerte Bärtschi die Scheibe ab das Torgehäuse, doch Sekunden später machte Trachsler den vierten Treffer klar. Aber in der 53. Minute konnte Biel noch einmal verkürzen, es war der letzte Moment, in dem Biel dieses Spiel noch einmal hätte drehen können. Doch auch da passte die Solidarität innerhalb der Mannscht und als Trachsler in der 55. Minute noch den dritten persönliche Treffer markierte, da war die Partie entschieden. Es war der dritte Treffer und damit ein lupenreiner Hattrick durch Trachsler, welche heute nach dem Spiel die gefragteste Person war. Den Schlusspunkt setzte Cunti, wenige Sekunden vor dem Ende, mit dem sechsten Treffer an diesem Abend. 6:3 am Schluss das fast schon souverän wirkende Ergebnis an diesem achten Spiel innerhalb von zwölf Tagen.

Es ist beeindruckend und faszinierend zugleich, wie die Zürcher elf Siege in Serie erreicht haben. Die Mannschaft wirkt gefestigt und äusserst souverän, schade eigentlich, dass die Playoffs nicht schon morgen beginnen…