…und immer wieder siegt der ZSC!

EV Zug – ZSC 1:4 (0:2, 0:2, 1:0)

Für den ZSC scheint es aktuell keine Grenzen zu geben. Auch wenn es am vergangenen Donnerstag, gegen Rapperswil-Jona, knapp wurde, so reichte es am Ende eben dennoch für die drei Punkte. Auch Verletzungen werfen die Mannschaft nicht aus dem Konzept, die neuste betrifft Matthias Seger. Der Captain zog sich ein Bruch des Mittelhandknochens zu, er wird bis Ende des Jahres fehlen. Aber auch ohne Captain strebten die Zürcher den zehnten Vollerfolg in Serie an.

Ein Drittel und schon klare Verhältnisse
Melvin Nyffeler stand heute wieder einmal im Tor der Zürcher und wollte seinen Anteil am zehnten Sieg in Serie beisteuern. Am Anfang hielten die Zuger gut mit dem ZSC mit, doch je länger das erste Drittel dauerte, desto besser kamen die Zürcher ins Spiel. Nyffeler hatte zu dieser Zeit bereits eine grosse Parade gezeigt. Nach acht Minuten klingelte es dann zum ersten Mal hinter Kilpelainen. Künzle verwertete den zweiten Abpraller, nach einem satten Abschluss von Moris Trachsler. In der 12. Minute erhielt das beste Powerplay der Liga die Chance sich auszuzeichnen. Aber zuerst hatte Suri eine riesen Chance, er lief alleine auf das Tor von Nyffeler zu, aber diese behielt die Oberhand im Direktduell. Sekunden später und quasi im Gegenstoss gab es dann aber doch noch den zweiten Treffer für die Zürcher. Ryan Keller verwertete per Slapshot aus dem Slot wunderbar in die obere Torecke. Zug nun total aus dem Konzept und die Zürcher immer wieder mit Angriffen, die auch bereits den dritten Treffer hätten bedeuten können.

Keine Veränderung im Mitteldrittel
Zu Beginn des zweiten Drittels rissen sich die Zuger etwas zusammen, sie hatten etwas mehr Spielanteile, aber wurden selten vor dem Zürcher Torhüter gefährlich. Es war nicht so, dass die Zürcher keine Chancen hatten, aber man merkte, dass der Z einen Gang zurückschaltete. Alles in allem hatte das Team aber diese Geschichte im Griff, dies war umso erstaunlicher, da Cunti und Nilsson heute fehlten. In der 32. Minute machte dann Wick, der ohne seine „Gspänli“ spielen musste, den dritten Treffer klar. Der Top-Skorer tanzte fast die ganze Verteidigung aus und schloss anschliessend mit einem „Buebetrickli“ ab. Die Sache damit schon fast durch und Zug nun ohne Nerven, gleich zwei Spieler durften auf der Strafbank Platz nehmen. Diese Chance auf eine doppelte Überzahl lies sich Shannon nicht entgehen, welcher mit dem vierten Treffer diese Partie so gut wie entschied.

Energiesparen für die letzte Partie vor der Pause
Mit dem vierten Treffer war eigentlich schon fast alles in trockenen Tüchern, der ZSC wollte in diesem letzten Abschnitt nicht mehr und der EV Zug war schlicht und ergreifend nicht fähig für eine Reaktion. Der ZSC auf dem direktesten Weg in Richtung Sieg Nummer 10 und ja kurz vor 22:00 war es dann geschafft. Da änderte auch der Anschlusstreffer wenige Sekunden vor Ende der Partie nichts mehr daran.

Der Gastgeber konnte dem ZSC heute nicht die Stirn bieten, sie konnten die müden Beine der Zürcher nicht nutzen und am Ende war der Sieg nicht mehr als eine lockere Angelegenheit. Man hatte nie das Gefühl, dass der Z heute wirklich an das Limit gehen musste. Wenn es morgen noch den elften Streich in Serie gibt, ja, dann wird es schon fast etwas unheimlich…